Zahlen beim Wohnungseinbruch gehen zurück

Bis September diesen Jahres sind die Wohnungseinbruchszahlen im Kreis Warendorf deutlich zurückgegangen. Landrat Dr. Olaf Gericke, gleichzeitig Leiter der Kreispolizeibehörde, berichtete dem Polizeibeirat in der Herbstsitzung von positiven Kriminalitätsentwicklungen. Nach den ersten drei Quartalen zog Gericke eine positive Bilanz. Die Fallzahlen insgesamt gingen von 11.653 auf 10.083 zurück. Die Kriminalitätshäufigkeitszahl sank weiter und lag mit 566 Punkten niedriger als 2016 bei 3.634. Im Münsterland hat der Kreis Warendorf damit die niedrigste Kriminalitätsbelastung. Gleichzeitig lag die Aufklärungsquote über 50 %. Mehr als die Hälfte der Straftaten konnte aufgeklärt werden, auch dies ist ein Spitzenwert im Münsterland. „Es sind erfreuliche Zahlen“, so Dr. Gericke, „besonders beim Wohnungseinbruch“. Von Januar bis September 2017 wurden 315 Wohnungseinbrüche gezählt, gegenüber 701 Fälle in 2016. Allerdings sei trotz des Rückgangs der Fälle die Aufklärungsquote zurückgegangen. Die Entwicklung führten Dr. Gericke und Polizeidirektor Christoph Ingenohl auch auf die Maßnahmen der Polizei zurück. Die Präsenzkonzepte, eine deutlichere Unterstützung der Verkehrsüberwachung durch den Kreis Warendorf und damit verstärkte Bekämpfung des Wohnungseinbruchs durch frei werdende Kräfte haben Wirkung gezeigt. Außerdem waren die Aktionen zur Prävention erfolgreich. Ingenohl betonte, dass die Hälfte der bekanntgewordenen Taten im Versuchsstadium steckenblieb. Abzuwarten bleibt jedoch die Entwicklung in den verbleibenden Wochen des Jahres. Wie in früheren Jahren steigen die Einbruchszahlen in der dunklen Jahreszeit wieder an, derzeit aber längst nicht auf dem hohen Niveau aus 2015 oder 2016. In einem weiteren Tagesordnungspunkt erläuterte Kriminalhauptkommissarin Carina Cajo aktuelle Projekte, darunter „Senioren auf ZAK“. Die Buchstaben stehen für „Zukunft-Alter-Kriminalität“ und machen die Zielrichtung deutlich. Die Idee ist, ehrenamtliche Freiwillige im Seniorenalter zu gewinnen, die nach einer intensiven Schulung durch die Polizei ältere Menschen über Kriminalitätsphänomene informieren und Tipps geben, wie sie sich vor kriminellen Machenschaften schützen können. Das Projekt startete seinerzeit in Oelde und wurde inzwischen erfolgreich auf Ahlen ausgeweitet. Ziel ist, das Projekt weiterzuführen, die Kriminalprävention auf mehr Schultern zu verteilen, um auf diese Weise mehr Menschen mit den Inhalten zu erreichen. Die Mitglieder des Polizeibeirates informierten sich über die Arbeit der Polizei.

Das Bild zeigt v. l. n. r. Günter Holz (SPD), Bernhard Poppenberg (FWG), Dennis Starke (SPD), Birgit Harrendorf-Vorländer (SPD), Ron Schindler (FDP), Ursula Mindermann (Bündnis 90/ Die Grünen), Henrich Berkhoff (CDU), Hannelore Dufhues (CDU), Landrat Dr. Olaf Gericke, die Vorsitzende des Polizeibeirates Theresia Gerwing (CDU), Polizeidirektor Christoph Ingenohl, Kriminalhauptkommissarin Carina Cajo (Kriminalprävention), Polizeioberkommissar Sebastian Heinen,

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