Paula Modersohn-Becker: Zwischen Worpswede und Paris oder: Museumsfahrt mit Hindernissen

Ein ausgefallener Zug, ein – bedingt durch den Katholikentag – total überfüllter Folgezug nach Münster und die Absage der deutschsprachigen Führung im Rijksmuseum konnte 18 Kunstkreis-Mitglieder und Freunde nicht davon abhalten, sich am Samstag, den 12. Mai, auf den Weg nach Enschede zu machen, um Paula Modersohn-Becker zu erleben. Bis zu ihrem frühen Tod im Alter von 31 Jahren hielt sie sich viermal für jeweils längere Zeit in der französischen Metropole auf. Sie besuchte Kurse an privaten Akademien, zeich­nete im Louvre, traf Rodin und setzte sich mit Cézanne, Gauguin, van Gogh und Picasso auseinander.
Ihre eindrucksvollen Porträts, Selbstporträts, Stillleben und Landschaften zeigt die Ausstellung in Enschede im Kontext der Pariser Avantgarde. Um diese Geschichte zu erzählen, konzentriert sich das Rijksmuseum Twenthe auf 20 Gemälde von Paula Modersohn-Becker aus der Kollektion Von der Heydt. Zudem werden Werke von Künstlern aus Worpswede und den internationalen Avantgardisten gezeigt, darunter Paul Cézanne, Auguste Rodin und Edvard Munch.
 
Unterstützt durch audio guides und eine kundige Mitreisende ließ sich an den Exponaten ablesen, warum diese außerordentliche Künstlerin als Pionierin der Moderne gilt ebenso wie ihre Nähe zu den großen Impressionisten ihrer Zeit.
 
Ein Bummel durch das quirlige Enschede bei schönstem Sommerwetter rundete diesen Reisetag ab.
 
www.kunstkreiswarendorf.de
(Foto: Kunstkreis Warendorf)

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