Das 174. Stiftungsfest feierte jetzt die Kolpingsfamilie Warendorf. Zu Beginn trafen sich die Mitglieder zur Gemeinschaftsmesse mit Pfarrer Franz Westerkamp in der St. Marien Kirche. Danach ging es zur Versammlung in das nebenan bereits festlich vorbereitete Pfarrheim.
Für das Vorstandsteam begrüßte Anne Fährenkämper eine große Anzahl der Mitglieder. Zunächst bedankte sie sich bei allen die sich an der Tannenbaumaktion sehr gut beteiligt haben. Bei den Zettelverteilern, den Helfern und den Firmen die Fahrzeuge zur Verfügung gestellt haben. Dieses waren der Malteser Hilfsdienst, Tiefbau Altefrohne, Getränke Holtkamp, Holzhandel Ahmerkamp, Vögeler Bauunternehmen Beelen mit Anhänger vom kleinen Prinzen, Gebrüder Recker Greffen, Kreienbaum Technik, Dopheide Tischlerei, Kettler Bauunternehmen, Kreienbaum Holzhandel, Oertker Bauunternehmen 2 Fahrzeuge, sowie 2 Traktoren Gespanne von Christian Fährenkötter und Paul Meimann. Auch die Spendenbereitschaft über 5029 € zeigt eine große Unterstützung für diese Aktion.
Als besonderen Gast begrüßte sie an diesen Morgen Imke Scholle. Sie berichtete mit großer Leidenschaft über ihre bereits über 15 Jährige Tätigkeit beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Der Volksbund pflegt viele Kriegsgräber, so auch noch bis 2014 auf der Krim. Durch die russische Besetzung ist das nicht mehr möglich. Insgesamt gibt es rund 830 deutsche Kriegsgräberstätten in 45 Ländern. 5,4 Millionen Kriegstote und Vermisste sind erfasst. Auch auf dem Warendorfer Friedhof gibt es 131 Kriegstote, polnische und auch sowjetische. Der Deutsche Volksbund erreicht mit seiner Bildungsarbeit jährlich etwa 38000 Jugendliche im In- und Ausland. Er ist der einzige Kriegsgräberdienst der Welt mit schulischer und außerschulischer Jugendarbeit. Drei eigene Bildungsstätten sind in Ysselsteyn in den Niederlanden, in Niederbronn in Frankreich und auf dem Golm in Deutschland. Bei Workcamps in ganz Europa findet mit der praktischen Pflege von Kriegsgräbern auch inhaltlich eine Auseinandersetzung zum Erinnerungsort statt. An die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft wird seit 1922 am Volkstrauertag gedacht, so auch in Warendorf und an vielen anderen Orten. Die Zentrale Gedenkstunde veranstaltet der Volksbund im Plenarsaal des Bundestages.
Von den Zuhörern folgten noch weitere interessante Nachfragen. Mit Applaus bedankten sie sich für den spannenden Einblick auf internationaler Ebene. Eine Spende für weitere Arbeiten überreichten vom Vorstandsteam Ralf Erpebeck und Anne Fährenkämper.
Es folgte noch eine Vorschau zu den nächsten Terminen zum Jahresbeginn. Hingewiesen wurde zunächst auf das Karnevalsfest am 31.1. im Haus Allendorf. Die Mitgliederversammlung findet am 13.3. statt. Auch findet die nächste Altpapierannahme auf dem Lohwall am 31.1. statt. Dabei werden auch ausrangierte, aber gut erhaltene Schuhe entgegen genommen. Unterstützt wird damit ein weiteres Mal die Aktion „Mein Schuh tut gut“ der internationalen Adolph-Kolping-Stiftung. Auch werden weiter leere Tintenpatronen mit Druckkopf angenommen. Mit einem gemeinsamen Mittagessen und unterhaltsamen Gesprächen endete die Versammlung.
von Franz-Josef Hälker


Bilder: Kolpingsfamilie

