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Neujahrsansprache von Ministerpräsident Hendrik Wüst für das Jahr 2026

Ministerpräsident Hendrik Wüst (Foto: CDU)

Am ersten Tag des neuen Jahres grüße ich Sie alle ganz herzlich. Ich bin hier an einem Ort, der zeigt, worum es im neuen Jahr geht: um Erneuerung und um Zusammenhalt. Heute bin ich in der Schwimmhalle der Haldenwangschule in Dorsten. Dieses Schwimmbecken ist dringend sanierungsbedürftig. Schwimmunterricht ist hier aktuell nicht möglich. Doch jetzt kann das Schwimmbad endlich saniert werden. Damit die Schülerinnen und Schüler der Haldenwangschule wieder die Chance haben, schwimmen zu lernen.

Möglich macht das unser Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur. Mit diesem Plan werden wir in den nächsten zwölf Jahren insgesamt rund 60 Milliarden Euro in unser Land investieren, in Kitas, Schulen und Universitäten, Straßen und Brücken, Krankenhäuser und Sportanlagen. Das ist das größte Investitionsprogramm in der Geschichte unseres Landes.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, gemeinsam mit der Bundesregierung und unseren Kommunen wollen wir Ihren Alltag konkret besser machen. So wie hier in der Schwimmhalle in Dorsten. Ich bin davon überzeugt: Politik kann einen Unterschied machen und Dinge zum Besseren wenden.

Eine gute Infrastruktur ist die Grundlage für vieles – auch für eine starke Wirtschaft. Nordrhein-Westfalen ist ein Land der Arbeit. Meine feste Überzeugung ist: Wer anpackt und was leistet, soll auch was erreichen können. Dafür muss das Fundament unserer Wirtschaft erneuert werden. Wir als Landesregierung tun dafür alles, was in unseren Möglichkeiten liegt. Wir unterstützen Investitionen für Wachstumsimpulse. Wir treiben den Ausbau der Erneuerbaren Energien voran, sorgen für bezahlbare und verlässliche Energie. Und wir machen unseren Staat moderner und Genehmigungsverfahren schneller. Wir kämpfen in Nordrhein-Westfalen dafür, dass Arbeitsplätze, Wohlstand und soziale Sicherheit erhalten bleiben. Für alle.

Unsere Kinder sind die Zukunft unseres Landes. Sie brauchen gute Bildung. Ende August hatten 174.000 Kinder in Nordrhein-Westfalen ihren allerersten Schultag. Der Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Was müssen wir diesen Kindern mitgeben, damit sie auf ein Leben in dieser sich schnell wandelnden Welt gut vorbereitet sind?

Ich bin sicher, die Grundlagen bleiben bei allen Veränderungen zentral: Lesen, Schreiben und Rechnen. Das ist und bleibt das Fundament für alles andere – und deshalb legen wir genau darauf unseren Schwerpunkt. Auch 2026 gilt: für nichts anderes stellen wir so viel Geld zur Verfügung wie für Bildung. Kein anderes Bundesland gibt einen größeren Anteil des Haushalts für Bildung aus.

Gute Bildung gibt es nur mit engagierten Menschen in unseren Schulen. Deshalb bin ich froh, dass es in den vergangenen dreieinhalb Jahren gelungen ist, rund 11.000 zusätzliche Kräfte an unsere Schulen zu bringen – Lehrkräfte, Schulpsychologinnen und Schulpsychologen, Sozialarbeiterinnen und Alltagshelfer. Tolle Menschen, die sich jeden Tag für die Bildungschancen unserer Kinder einsetzen. Jede und jeder einzelne von ihnen ist ein Gewinn – für unsere Kinder, für unser Land.

Eine gute Zukunft kann es nur in Demokratie und in Freiheit geben. Demokratie und Freiheit brauchen Sicherheit. Auch in der Silvesternacht waren wieder tausende Polizistinnen und Polizisten, Feuerwehrleute und Sanitäter im Dienst – für unsere Sicherheit. Ihnen allen gilt mein herzlicher Dank!

Klar ist: Nur eine starke Polizei kann für unsere Sicherheit sorgen und unsere Freiheit schützen. Deshalb haben wir in den vergangenen Jahren mehr neue Polizistinnen und Polizisten eingestellt, als jemals zuvor. Diesen Weg unsere Polizei stark aufzustellen, gehen wir konsequent weiter. In Nordrhein-Westfalen gilt: Unsere Antwort auf Kriminalität, auf Terror und Gewalt, ist der wehrhafte Rechtsstaat. Unsere Antwort auf Hass, ob politisch oder religiös motiviert, ist die Verteidigung der Menschenwürde. Unsere Antwort auf Spaltung ist Zusammenhalt und Versöhnung.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, im August feiern wir den 80. Geburtstag unseres Landes Nordrhein-Westfalen. Als unser Land 1946 gegründet wurde, lagen weite Teile des Landes in Trümmern. Wie gigantisch die Aufgaben damals waren: Hunger stillen, Wohnraum schaffen. Der Gedanke daran erfüllt mich mit Demut – und auch mit Zuversicht. Demut vor der Leistung der Generationen vor uns. Und Zuversicht, dass wir auch die Herausforderungen von heute erfolgreich meistern werden.

So, wie es in Nordrhein-Westfalen seit 80 Jahren gelebte Tradition und unsere Stärke ist: Mit harter Arbeit, mit Mut, mit der Bereitschaft zur Veränderung, und vor allem: im guten Miteinander. Unser Zusammenhalt in Nordrhein-Westfalen ist unsere Stärke. Lassen Sie uns in diesen schwierigen Zeiten noch enger zusammenrücken – und mit Optimismus nach vorne schauen.

Ihnen und Ihren Familien wünsche ich ein glückliches und gesundes neues Jahr 2026!

 

Die Neujahrsansprache wird am 1. Januar 2026 um 19.55 Uhr im WDR-Fernsehen ausgestrahlt und ist zuvor ab 18.00 Uhr in der Mediathek des WDR abrufbar.