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Regelmäßiger Austausch zwischen Landwirtschaft und Stadt Warendorf

Beim jährlich stattfindenden Austausch zwischen Vertretern der Landwirtschaft aus Warendorf mit Bürgermeister Peter Horstmann haben erneut zentrale Herausforderungen der Landwirte im Mittelpunkt gestanden. Dabei gingen die Themen von Schulkinderbeförderung im Außenbereich über Windkraft bis zur Grundsteuer.

Ein Schwerpunkt des Gesprächs war die Schülerbeförderung in den Außenbereichen. Gerade für Familien im ländlichen Raum stellt die Organisation der Schulwege eine große Herausforderung dar. Die Stadt bemüht sich, die Beförderung der Schulkinder sicherzustellen. Die Landwirte signalisierten ihre Bereitschaft den Austausch zu intensivieren. Ziel bleibe es, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten so flexibel wie möglich Lösungen zu finden.

Ein weiteres wichtiges Thema war die Löschwasserversorgung im Außenbereich. Um im Einsatzfall schneller reagieren zu können, sollen künftig alle potenziellen Löschwasserentnahmestellen systematisch erfasst werden. 

Auch die kommunale Wärmeplanung nahm breiten Raum ein. Perspektivisch könnten auch in den Ortsteilen kleinere Wärmenetze entstehen, etwa nach dem Vorbild Freckenhorst. Geplant sind Informationsveranstaltungen, um die Öffentlichkeit frühzeitig mitzunehmen und Potenziale für eine Mitarbeit der Landwirte auszuloten.

Zur Windkraft informierte die Stadt über die aktuelle Genehmigungslage und gab einen Ausblick auf die kommenden Jahre. Auch die B64 wurde thematisiert: Die Landwirte begrüßten ausdrücklich die Stellungnahme der Stadt zum laufenden Planfeststellungsverfahren. Klar sei zugleich, dass zentrale Weichenstellungen – etwa über den Bundesverkehrswegeplan – auf anderer Ebene getroffen werden müssen. Einig waren sich alle Beteiligten darin, dabei die gewünschte Umgehung Freckenhorst nicht aus dem Blick zu verlieren.

Ein weiteres Thema war die Grundsteuer. Die aktuellen Planungen sowie die jüngste Rechtsprechung wurden eingeordnet. Für den Haushaltsentwurf 2026 ist derzeit keine Erhöhung vorgesehen, gleichwohl laufen die Haushaltsberatungen noch und angesichts der strukturellen Unterfinanzierung der Kommunen ist eine ehrliche und sachliche Diskussion notwendig.

Abschließend blickten die Teilnehmenden auf Maßnahmen an den Wirtschaftswegen zurück. Trotz Sparvorgaben im aktuellen Haushaltsentwurf soll die notwendige Unterhaltung fortgeführt werden, um langfristige Schäden zu vermeiden.

Alle Beteiligten waren sich einig: Der regelmäßige Austausch zwischen Stadt und Landwirtschaft ist wichtig und soll fortgeführt werden. 


v.l. Jochen Kuckelmann (OV Vohren-Warendorf), Bernd Burbank (OV Milte-Velsen), Markus Schulze-Roberg (OV Vohren-Warendorf), Dr. Matthias Quas (Geschäftsführer Kreisverband WLV), Bürgermeister Peter Horstmann, Peter Stratmann (OV Milte-Velsen), Peter Pesch (Baudirektor), Peter Stork (OV Hoetmar-Freckenhorst)

Foto: Stadt Warendorf