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Neue Töne auf Platt – das Trio pattu

16. September um 19:30 - 21:30

Neue plattdeutsche Lieder? Ja, denn wie könnte man das münsterländische Dorf- und Landleben besser darstellen als in dieser alten Regionalsprache? Liebevoll und mit viel Humor besingt das Trio pattu in flotten Folk- und Blues-Rhythmen

knorrige Dickköpfe, kunstsinnige Bäuerinnen oder Trecker-Zombies. Zwischendurch gibt’s Anekdoten und typisch plattdeutsche Witze.

Schon seit 2008 bemühen sich Georg Bühren und Alexander Buske um die Erhaltung des Plattdeutschen in der folkloristischen Musik. Anfangs noch zu viert, dann als Duo gastierten die beiden im ganzen Münsterland und in den nahen Niederlanden. Seit dem letzten Jahr sind die Liedermacher nun zu dritt: Angelika Obeling, plattdeutsche Autorin und Schauspielerin bei der Plattdeutschen Bühne Recklinghausen, ergänzt die Musik der beiden mit ihrem Gesang.

Sie wollen das Plattdeutsche in Westfalen mit neuen Tönen beleben, sind sich dabei aber der Bedeutung dieser alten Sprache durchaus bewusst. Das älteste ihrer Lieder im neuen Gewand, „De Schmett“ („Der Schmied“) wurde schon im 16. Jahrhundert gesungen, und „Bäänd up sienen Fendt“ („Bernd auf seinem Fendt“) erinnert ein wenig an die Lieder des Münsterländers Tönne Vormann (1902-1993). Und da das Niederdeutsche ja bis hinauf in den hohen Norden reicht, haben sie auch „Mien Jehann“ im Programm, die Vertonung eines Gedichtes von Klaus Groth, der in der Mitte des 19. Jahrhunderts die damals bereits totgesagte Sprache zu neuem Leben erweckte. Und Totgesagtes lebt bekanntlich länger.

Im Internet: www.pattu.de

Details

  • Datum: 16. September
  • Zeit:
    19:30 - 21:30

Veranstaltungsort