Auffällige Fledermaus in Bad Rothenfelde an Tollwut erkrankt

Übertragung auf den Menschen weltweit äußerst selten

Bad Rothenfelde. Fledermaus mit Tollwut: In Bad Rothenfelde (Landkreis Osnabrück) wurde jetzt bei einer Fledermaus die Tollwut nachgewiesen. Der Finder und die Fledermausbeauftragte handelten dabei sehr umsichtig und übergaben das Tier dem Veterinärdienst für Stadt und Landkreis Osnabrück, da es die für eine Tollwut typischen Krankheitsanzeichen aufwies. Die Fledermaus zeigte Zuckungen, Schreckhaftigkeit, Kreischen, Verweigerung von Futter- und Wasseraufnahme und Verbeißen beispielsweise in einen Handschuh. Die Infektion mit dem Tollwutvirus wurde im Labor des Landesamtes in Oldenburg nachgewiesen und vom Nationalen Referenzlabor auf der Insel Riems bestätigt.

Die Tollwut bei Fledermäusen ist eine eigenständige Erkrankung und deshalb deutlich zu unterscheiden von der klassischen Tollwut, also der Fuchstollwut. Denn es handelt sich dabei nicht nur um zwei verschiedene Tierarten, sondern auch um zwei verschiedene Erreger. Eine Übertragung auf andere Säugetiere und den Menschen ist zwar möglich, wird aber weltweit sehr selten beobachtet. Dennoch sollten Berührungskontakte mit auffälligen Fledermäusen vermieden werden. Im Falle einer Bissverletzung sollte umgehend ärztlicher Rat eingeholt werden. Beratung bietet dabei auch der Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück an unter der Rufnummer 0541/501-3120. Menschen können gegen Tollwut geimpft werden.

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