Sylvia Oertker, die Vorsitzende der Aktion Kleiner Prinz, ringt um die passenden Worte: „ Wir sind völlig überwältigt“, sagt sie dann, „mit einer solchen Resonanz haben wir niemals gerechnet!“Nur drei Tage vorher war ein Aufruf durch die Presse gegangen, in dem um Alles gebeten wurde, was den Menschen in der Ukraine das Leben in diesen harten Winterwochen ein wenig erträglicher machen könnte. Immerhin sagen die Wetterprognosen für die nächste Zeit dort Temperaturen von bis zu minus 35 Grad voraus. Weil die Infrastruktur in weiten Teilen des Landes zerstört ist, müssen die Menschen in unbeheizten Wohnungen, ohne Wasser und Strom überleben.
Obwohl die Annahmezeit für Sachspenden in der Halle am Hartsteinwerk am Donnerstag erst um 15.00 Uhr beginnt,hatten sich schon um 14.00 lange Autoschlangen gebildet. Wolldecken. Mäntel,Jacken, Skiausrüstung, Pullover, Schals und Mützen, Thermoskannen und Vieles mehr wurden ausgeladen und in die Halle geschleppt. Schnell war abzusehen, dass die diensthabenden Helfer diese Mengen nicht bewältigen konnten. „Ich habe sofort einige zusätzliche Helfer angerufen und hierher gebeten“, berichtet Sylvia Oertker, „aber die steckten dann selber in dem Stau, der sich bis zur B64 gebildet hatte!“ Bis in die späten Abendstunden wurde sortiert und gepackt, sodass der erste 40-Tonner schon am nächsten Tag zur Abfahrt bereit war. Inzwischen kam die gute Nachricht, dass der Transport ohne Probleme angekommen ist und die Sachen – in eisiger Kälte – bereits verteilt worden sind.
Die Aktion Kleiner Prinz hat beschlossen, dass sie einen weiteren 40-t LKW beladen und innerhalb der nächsten Woche in die Ukraine schicken wird. Auch über einen dritten Transport wird nachgedacht.
An dieser Stelle möchte sich das gesamte Team der Kinderhilfsorganisation bei allen bedanken, die so bereitwillig ihre Herzen und ihre Kleiderschränke geöffnet haben! Auch weiterhin wird um wärmende Kleidung gebeten, die zu den bekannten Annahmezeiten Dienstags von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr und Donnerstags von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr an der Halle am Hartsteinwerk entgegengenommen wird.

