Britische Virus-Mutation in Ahlen aufgetreten

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In Ahlen sind am Mittwoch (17. Februar) mehrere Fälle der britischen Mutation des Coronavirus (Variante B.1.1.7) nachgewiesen worden. Im Rahmen einer Stichprobenuntersuchung wurde die positive PCR-Probe eines Kindes aus Ahlen von einem Labor anlassunabhängig routinemäßig auf Mutationen untersucht und bestätigt. In weiteren Untersuchungen wurden bisher zwei weitere Fälle der Virusmutation laborbestätigt.

Das Kind befindet sich zusammen mit seinen Familienangehörigen in der häuslichen Isolation. Die Infektionskette wurde zu einer Erzieherin in einer Ahlener Kita zurückverfolgt, die aufgrund des Ausbruchs schon seit dem 8. Februar geschlossen war und komplett unter Quarantäne gesetzt wurde.

Insgesamt lassen sich bei diesem Ausbruch 29 Coronafälle mit der britischen Virusvariante in Verbindung bringen. „Nach den Empfehlungen des RKI behandeln wir alle diese Infizierten so, als sei bei ihnen die Mutation nachgewiesen worden. Das heißt, sie werden am Ende der 10-tägigen Isolation erneut getestet, um sicher zu stellen, dass keine Infektiösität mehr besteht“, erläutert Dr. Anna Arizzi Rusche, Leiterin des Kreisgesundheitsamtes. Die Kontaktpersonen der Infizierten werden in den nächsten Tagen ebenfalls getestet und bei ihren Proben eine Sequenzierung in Auftrag gegeben.

Das Kreisgesundheitsamt wird regelmäßig telefonisch Kontakt zu den Betroffenen halten und das örtliche Ordnungsamt zudem die Einhaltung der Quarantäne streng kontrollieren.

Die sogenannte britische Variante des Coronavirus gilt als deutlich ansteckender, auch unter Kindern. Neben Stichproben, die die Labore von fünf bis zehn Prozent der positiven Proben speziell auf Virus-Mutationen untersuchen lassen, ordnet der Kreis Warendorf auch in besonderen Verdachtsfällen Untersuchungen auf Virus-Varianten („Sequenzierungen“) an. (Kreis Warendorf)

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