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Bundesfreiwilligendienst am Gymnasium Laurentianum

Foto: Mindful

Bundesfreiwilligendienst am Gymnasium Laurentianum – eine besondere Möglichkeit für eine schulische Zusammenarbeit an einem Ganztagsgymnasium.

Seit vielen Jahren arbeitet das Gymnasium Laurentianum mit der gemeinnützigen Gesellschaft für Jugendhilfe MINDFUL intensiv zusammen. Erlebnispädagogik, Diversity-Education, Lernen durch Engagement, Streitschlichtung, Schule ohne Rassismus und die Gestaltung von Arbeitsgemeinschaften beschreiben die Vielfältigkeit. Seit 2014 gehört dazu auch der Bereich der Personalgestaltung durch Bundesfreiwilligendienstler. Im siebten Jahr ergreifen junge Menschen die Möglichkeit, als Bufdi bei dem Kooperationspartner MINDFUL auch im Gymnasium Laurentianum ihre Erfahrungen zu sammeln. Das lässt sich nur verwirklichen, weil das Ganztagsgymnasium Stellenanteile kapitalisieren kann. Elf ehemaligen Schülerinnen und Schülern verschiedener Schulen konnte bisher durch die erfolgreiche Zusammenarbeit ein Einblick in ein Ganztagsgymnasium ermöglicht werden. Alle lernen nicht nur die Arbeit in der Schule kennen, sie sind auch im Einsatz im Jugendhaus und unterstützen Projekte mit ihrem Arbeitgeber MINDFUL an anderen Schulen.

Seit Beginn des Schuljahres arbeitet Lukas Böhner am Gymnasium Laurentianum als neuer Bundesfreiwilligendienstler. Sein Abitur hat er am Gymnasium Wolbeck im Sommer dieses Jahres abgelegt.

In einem Interview hat Lukas Böhner dem SV-Lehrer Philipp Wagner Fragen zu seinen Aufgaben und Zielen beantwortet.

Wagner: Wann ist für dich die Entscheidung gefallen, einen Bundesfreiwilligendienst zu machen?

Lukas: Nach dem Abi war ich mir noch nicht sicher, ob ich später in den Schuldienst gehen möchte. Ich wollte die Möglichkeit des Bundesfreiwilligendienstes nutzen, um dies herauszufinden.

Wagner: Warum hast du dich für einen Bundesfreiwilligendienst bei Mindful bzw. dem Laurentianum entschieden?

Lukas: Zum einen erschien mir die Arbeit bei Mindful sehr interessant und abwechslungsreich und zum anderen gibt mir die Arbeit am Laurentianum die Chance, herauszufinden, ob der Beruf des Lehrers zu mir passt.

Wagner: Mit welchen Erwartungen bist du in deinen Bundesfreiwilligendienst gegangen?

Lukas: Ich habe vor allem erwartet, viele Erfahrungen im Umgang mit Kindern zu machen, sowohl im schulischen Bereich als auch die Freizeitaktivitäten der Kinder und Jugendlichen aktiv mitgestalten zu dürfen. Auch eine selbstständige Mitarbeit und Einbringung meiner Ideen war eine Erwartung meinerseits.

Wagner: Was sind deine Aufgaben(-felder) am Laurentianum?

Lukas: Ich leite die Sport & Denksport AG, unterstütze Lehrkräfte im Unterricht, helfe einzelnen Kindern mit Förderbedarf und helfe der Pädagogischen Mitarbeiterin Frau Boscher.

Wagner: Entsprechen deine ersten Erfahrungen am Laurentianum deinen Erwartungen?

Lukas: Meine Erwartungen wurden bisher auf jeden Fall erfüllt, da ich viel mit den Schüler*innen mache, mir selbstständige Aufgaben übertragen wurden und es sich um ein abwechslungsreiches und interessantes Aufgabenfeld handelt. Zudem macht die Arbeit viel Spaß.

Wagner: Gibt es schon Pläne für die nächsten Monate am Laurentianum?

Lukas: Ich werde mich weiterhin engagiert einbringen und auch bei Mindful die vielfältigen Aufgabenfelder gut nutzen, um viele Erfahrungen für mein späteres Leben zu sammeln.

Wagner: Hat sich deine Wahrnehmung von Schule verändert (als Schüler vs. Bufdi)?

Lukas: Es ist auf jeden Fall ein sehr interessanter Perspektivwechsel. Man schlüpft jetzt in eine andere Rolle, hat einen anderen Blickwinkel und kann vieles besser verstehen. Zum Beispiel habe ich die Erfahrung gemacht, dass es nicht so einfach ist, eine Klasse ruhig zu bekommen und die Aufmerksamkeit der Schüler*innen aufrecht zu erhalten. Dies erfordert eine gute Vorbereitung und Unterrichtsgestaltung. Diese Sicht ist mir als Schüler nicht so bewusst gewesen.

Wagner: Zum Schluss: Was sind deine Pläne für die Zukunft (nach dem Bundesfreiwilligendienst)?

Lukas: Nach dem jetzigen Zeitpunkt kann ich mir gut vorstellen, Lehramt zu studieren.

Wagner: Vielen Dank für das Interview, Lukas.

Schulleiterin Marlis Ermer und MINDFUL-Geschäftsführer Oliver Bokelmann sind sich einig, dass diese großartige Chance ‚von der Schule in die Schule‘ vor einer Entscheidung für ein Studium noch viel mehr junge Menschen ergreifen sollten. Interessierte sollten unbedingt das bunte Schulleben von der anderen Seite erfahren und erleben. Gleichzeitig können alle Bufdis auch Erfahrungen in der Jugendarbeit sammeln.

Foto: Mindful

(v.l.) Oliver Bokelmann (MINDFUL), Bufdi Lukas Böhner und Schulleiterin Marlis Ermer

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