News Ticker
Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Ausstellung: Deutsche aus Russland – Geschichte und Gegenwart

19. Mai - 7. Juni

Deutsche aus Russland – Geschichte und Gegenwart

Ausstellung bis 9. Juni in der Christuskirche Warendorf

„Deutsche aus Russland – Geschichte und Gegenwart“ ist die Ausstellung überschrieben, die seit 19. Mai in der evangelischen Kirche in Warendorf zu sehen ist.

Für Warendorf mit einem beachtlichen Anteil an Deutschen aus Russland hat diese Ausstellung eine besondere Bedeutung. Sie informiert über die deutschen Spätaussiedler aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion und ihre Geschichte. Sie wurde von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR) mit Sitz in Stuttgart konzipiert und mit Mitteln des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI) realisiert.

Ausgelöst worden war die große Welle der Auswanderung von Deutschen nach Russland am 22. Juli 1763 durch ein Manifest der deutschstämmigen Zarin Katharina der Großen. Die eingewanderten Deutschen sollten mehrheitlich den Beruf eines Ackerbauers ausüben und die endlosen Steppen der Kirgisen und Tataren für den Weizenanbau nutzen. Die Mehrheit kam aus Deutschland, wo nach dem Siebenjährigen Krieg (1756-1763) große Not und Armut herrschte.

Katharina II. versprach den deutschen Einwanderern Privilegien, wie eine eigenständige deutsche Verwaltung, Glaubensfreiheit, Befreiung vom Wehrdienst, Steuerbefreiung und bis zu 30 Hektar Land für jede Familie. So entstanden in der Zeit von 1764 bis 1862 viele deutsche Siedlungen an der Wolga, im Raum St. Petersburg, in der Ukraine, in Wolhynien, auf der Krim, im Kaukasus, im Baltikum und in Bessarabien (heute: Moldawien und Ukraine).

Die Folgen von zwei blutigen Weltkriegen und die daraus resultierenden Konflikte mit Deutschland trafen die Nachfahren der deutschen Auswanderer in der späteren Sowjetunion hart. Es kam zu Pogromen, Deportationen, Enteignungen, Repressalien und zum Verbot der deutschen Sprache.

So ist es kein Wunder, dass in der Folge viele Deutsche die Russische Föderation sowie die Nachfolgestaaten der ehemaligen UdSSR verlassen haben und ins Land ihrer Ahnen zurückgekehrt sind.

Die Mehrheit der Russlanddeutschen ist inzwischen gut integriert und steht für ein Beispiel der gelungenen Wiedereingliederung in Deutschland.

Durch die gezeigten Informationen soll die Ausstellung auch zum Abbau von Vorurteilen und zur Verbesserung der Akzeptanz russlanddeutscher Spätaussiedler in der deutschen Gesellschaft beitragen.

Die Ausstellung ist vom 19. Mai bis 9. Juni 2022 in der Christuskirche Warendorf, Friedrichstraße 10, zu sehen. Am 9. Juni ist die Abschlussveranstaltung – Finissage – mit musikalischen Programm und einem Quiz geplant.

Der Eintritt ist frei. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sowie Schulklassen und Gruppen sind herzlich eingeladen.

Details

Beginn:
19. Mai
Ende:
7. Juni

Veranstaltungsort

Christuskirche Warendorf
August-Wessing-Damm 4
Warendorf, 48231
+ Google Karte