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Iran und Nordkorea: Amnesty-International sammelt Unterschriften

10. Oktober @ 10:30 - 13:00

Iran und Nordkorea
Amnesty-International sammelt Unterschriften

Warendorf Erneut setzt sich die Warendorfer Gruppe von Amnesty International dafür ein, dass für den mittlerweile 30jährigen Iraner Mohammad Reza Haddadi die Todesstrafe in eine Haftstrafe umgewandelt wird. Außerdem fordert die Menschenrechtsorganisation die bedingungslose Freilassung der Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh, die aufgrund ihres friedlichen Einsatzes für die Menschenrechte u.a. wegen „Störung der öffentlichen Ordnung“ und „Verbreitung von Propaganda gegen das System“ zu 38 Jahren Haft und 148 Peitschenhieben verurteilt worden ist. Darüber hinaus möchte Amnesty aber auch die öffentliche Aufmerksamkeit auf Nordkorea lenken. Dort würden zehntausende Menschen unter menschenunwürdigen Haftbedingungen im Straflager für politische Gefangene Yodok festgehalten. Männer, Frauen und Kinder müssten dort Zwangsarbeit ohne Ruhepausen verrichten und würden auch gefoltert. In den politischen Strafgefangenenlagern Nordkoreas würden sowohl NordkoreanerInnen als auch ausländische Staatsangehörige festgehalten. Viele der Inhaftierten würden nicht auf Grundlage einer international als Straftat anerkannten Handlung verurteilt. AI appelliert an Kim Jong-un, dem Obersten Führer der Demokratischen Volksrepublik Korea,u.a. die Anwendung von Folter und anderen Misshandlungen (einschließlich schwerer Zwangsarbeit und dem zur Strafe verhängten Nahrungsentzug) in den politischen Straflagern und Haftanstalten sofort und nachprüfbar zu stoppen sowie alle politischen Straflager mit sofortiger Wirkung zu schließen und bedingungslos alle politischen Gefangenen sowie deren inhaftierte Familienmitglieder („schuldig durch Verwandtschaft“) unverzüglich freizulassen. Am kommenden Samstag, den 21. September können sowohl die Petition an Kim Jong-un  sowie die Postkarten für Mohammad Reza Haddadi und Nastrin Sotoudeh,  in der Zeit von 10:30 bis 13:00 Uhr am Amnesty-Stand in der Warendorfer Innenstadt (Freckenhorster Str., zwischen Modehaus Ebbers u. der Spardabank) unterzeichnet werden. Der heute 29jährige Iraner Mohammad Reza Haddadi ist schon seit vielen Jahren ein „Sorgenkind“ der Warendorfer Gruppe von Amnesty International. Seit fast 14 Jahren sitzt er im Todestrakt und wartet auf Gerechtigkeit oder auf den Tod. Sechsmal sollte er bereits hingerichtet werden. Sechsmal hatte er bereits mit seinem kurzen Leben abgeschlossen. Ein Gericht hatte ihn nach einem  als äußerst unfair angesehenen Prozess zum Tode verurteilt.  Zum Zeitpunkt des Verbrechens war er gerade 15 Jahre alt. Er bestreitet bis heute jegliche Mittäterschaft. Seine Aussage wird von mehreren Zeugen bestätigt. Trotzdem weigern sich die iranischen Behörden, seinen Prozess nochmals aufzurollen. Das Todesurteil steht fest.

Das Schicksal Mohammad Reza Haddadis  ist nun u. a. Schwerpunkt des diesjährigen Internationalen Tages gegen die Todesstrafe, der am 10. Oktober stattfindet und seit 2003 von der „Weltkoalition gegen die Todesstrafe“ („World Coalition against the Death Penalty“ – WCADP) ausgerufen wird.  Amnesty International zählt zu den Gründungsmitgliedern dieser internationalen Initiative. Mohammad Reza Haddadi ist einer von mindestens 84 weiteren Menschen, denen im Iran die Todesstrafe wegen Verbrechen drohen, die unter 18 Jahren begangen wurden. Damit verletzt der Iran  sowohl den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte als auch die Internationale Konvention der Rechte des Kindes. Beide Verträge sind von der Islamischen Republik Iran ratifiziert worden. In einem Schreiben an den Leiter des Justizministers des Iran Ayatollah Sadeqh Larijani fordert Amnesty International u.a.,  alle Pläne zur Hinrichtung von Mohammad Reza Haddadi  einzustellen und das Todesurteil in eine Haftstrafe umzuwandeln sowie dafür zu sorgen, dass der Iran internationales Recht einhält sowie die Todesstrafe für alle Straftaten abschafft. Am kommenden Samstag kann der Brief an Ayatollah Larijani, der auch in Englisch und Farsi vorliegt,  in der Zeit von 10:30 bis 13:00 Uhr am Amnesty-Stand in der Warendorfer Innenstadt (Freckenhorster Str., zwischen Modehaus Ebbers u. der Spardabank) unterzeichnet werden.

Details

Datum:
10. Oktober
Zeit:
10:30 - 13:00

Veranstaltungsort

Warendorf
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