Vortrag im Westpreußischen Landesmuseum am 7. Januar

Vortrag im Westpreußischen Landesmuseum (WLM): „Zwei ungleiche Brüder – Die Geschichte der Ukraine und die russisch- ukrainischen Beziehungen“
Am 7. Januar 2026 um 18 Uhr lädt das WLM im Rahmen der Reihe „1. Warendorfer Fenster nach Osteuropa“ zu einem Vortrag mit dem Titel „Zwei ungleiche Brüder – Die Geschichte der Ukraine und die russisch-ukrainischen Beziehungen“ ein. Der Eintritt ist frei.
Der russische Präsident Wladimir Putin rechtfertigt seinen Angriffskrieg unter anderem mit der Behauptung, die Ukraine sei eine Schöpfung Lenins, wohingegen Russen und Ukrainer „ein Volk“ seien. Solche Aussagen werden häufig als Ausdruck persönlicher Machtfantasien interpretiert – doch diese Erklärung greift zu kurz. Die Vorstellung einer historischen Einheit von Russen und Ukrainern ist in Teilen der russischen Elite und Gesellschaft tief verankert und reicht weit vor das 21. Jahrhundert zurück.
Der Vortrag beleuchtet die historischen Hintergründe der wechselvollen Beziehungen zwischen Russen und Ukrainern und stellt die sehr unterschiedlichen Entstehungsbedingungen der russischen und der ukrainischen Nation in den Mittelpunkt. Ziel ist es, die langfristigen historischen Linien sichtbar zu machen, die bis in die Gegenwart wirken.
Die Referentin des Abends ist Prof. Dr. Ricarda Vulpius, seit 2021 Professorin für Osteuropäische und Ostmitteleuropäische Geschichte an der Universität Münster.
Zuvor war sie als Privatdozentin für Osteuropäische, Neuere und Neueste Geschichte an der Freien Universität Berlin tätig. Seit 2014 ist sie Gründungsmitglied der Deutsch-Ukrainischen Historikerkommission und Mitherausgebern des Geschichtsportals der Kommission zu zentralen Themen des 20. Jahrhunderts.
Die Veranstaltung richtet sich an alle historisch und politisch Interessierten, die die aktuellen Entwicklungen in Osteuropa besser verstehen und historisch einordnen möchten.
Termin: 7.1.2026, 18 Uhr
Ort: Westpreußisches Landesmuseum, Klosterstraße 21, 48231 Warendorf
Eintritt: frei