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Falk Wannhoff aus Harsewinkel holt zweiten Platz für Evangelisch Stiftisches Gymnasium Gütersloh

Westenergie richtet NRW-Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“ erstmals virtuell aus

65 Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellen 43 Projekte vor

Auch bei „Schüler experimentieren“ ist in 2021 alles ein bisschen anders. Bildschirme leuchten in den Gesichtern, alle sind online, niemand schüttelt Hände. Trotzdem sind Kreativität und Innovationsgeist noch da: 65 Kinder und Jugendliche haben sich mit 43 Projekten über die Regionalwettbewerbe für den NRW-Landeswettbewerb von „Schüler experimentieren” qualifiziert.

In sieben Fachgebieten galt es die drei ersten Plätze plus 20 Sonderpreise zu vergeben. 26 Jury-Mitglieder aus Wirtschaft, Forschung und Bildung hatten keine leichte Aufgabe: Die Jungforscherinnen und Jungforscher haben außergewöhnliche Ideen und Projekte auf die Beine gestellt.

Den zweiten Platz im Fachgebiet Biologie sicherte sich Falk Wannhof vom Evangelisch Stiftischen Gymnasium Gütersloh. Im Live-Stream wurde sein Projekt „Pizzamundspülung und ihre antibakterielle Wirkung auf Kariesbakterien“ ausgezeichnet. Der Siebtklässler erklärt sein Projekt wie folgt: „Mit dem Wissen aus dem Experiment des letzten Jahres (Untersuchung von Pflanzen mit Hilfe von Hemmstofftests auf ihre antibakterielle Wirkung) wollte ich in diesem Jahr einen praktischen Anwendungsbereich für die gefundenen natürlichen Antibiotika erforschen. Daher habe ich mit Hilfe von Karies-Screeningtests Kariesbakterien aus meinem eigenen Speichel gezüchtet und mit diesen mit einem Hemmstofftest nach Substanzen gesucht, die das Wachstum von Kariesbakterien hemmen. Aus den Substanzen, die dies können, habe ich eine Rezeptur mit Alkohol für Erwachsene und eine mit destilliertem Wasser für Kinder entwickelt und deren Wirksamkeit ebenfalls über den Hemmstofftest abgesichert. Im dritten Schritt haben meine Eltern, mein Bruder und ich den Test genutzt, um die Menge der im Speichel vorhandenen Bakterien zu messen. Eine Woche haben wir unter zahnärztlicher Aufsicht zusätzlich die Spülung benutzt und erneut die Bakterienmenge bestimmt.“

Video-Grußworte richteten Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen, Staatssekretär Mathias Richter vom Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen, Delia Tietge von der Stiftung Jugend forscht und Oliver Henrichs, Personalvorstand der Westenergie, an die Preisträger. Wettbewerbsleiterin Corinna Kieren und Maria Janßen, Projektleiterin bei der Westenergie, führten durch das virtuelle Programm.

Staatssekretär Mathias Richter zeigte sich beeindruckt: „Die Schülerinnen und Schüler haben mit ihren Projekten wahren Erfindergeist bewiesen und gezeigt, dass Kreativität und Einfallsreichtum auch in herausfordernden Zeit sprießen. Ein großer Dank gilt deswegen auch den betreuenden Lehrkräften, die die Kinder und Jugendliche bestärkt und gefördert haben. Ich gratuliere neben den Preisträgern auch allen anderen Schülerinnen und Schülern, die teilgenommen haben und mit ihren spannenden Projekten zu dem diesjährigen Wettbewerb beigetragen haben.“  

Maria Kemker, Kommunalmanagerin der Westenergie, gratuliert dem stolzen Schüler: „Toll zu sehen, dass ein Schüler aus Harsewinkel so erfolgreich abgeschnitten hat. Die Förderung von Neugier und Ehrgeiz junger Talente liegt uns sehr am Herzen“.

Die virtuelle Form hat das Engagement und die Begeisterung aller Beteiligten nicht beeinträchtigt. Trotzdem hoffen alle auf einen Präsenz-Wettbewerb in 2022. „Im kommenden Jahr fördert Westenergie den Landeswettbewerb bereits seit 30 Jahren. Ich staune immer wieder über den Pioniergeist der jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und kann nur ermutigen: Bleibt kreativ und neugierig“, verabschiedete Oliver Henrichs die jungen Menschen bei der Siegerehrung.

„Schüler experimentieren“ ist die Sparte für jüngere Schülerinnen und Schüler des Wettbewerbs „Jugend forscht“. Die jungen Forschenden traten in den Kategorien Mathematik/Informatik, Chemie, Technik, Arbeitswelt, Geo- und Raumwissenschaft, Biologie und Physik gegeneinander an. Neben den Schülerinnen und Schülern aus Nordrhein-Westfalen nahmen auch Kinder und Jugendliche der deutschen Schulen in Madrid, San Sebastian und Valencia teil.

Westenergie unterstützt den NRW-Landeswettbewerb von „Schüler experimentieren“ im Rahmen ihrer deutschlandweiten Bildungsinitiative „3malE – Bildung mit Energie“. Ziel der Initiative ist es, insbesondere junge Menschen über das Entdecken, Erforschen und Erleben von Energie für Technik zu begeistern und sie dazu zu motivieren, sich engagiert mit Energiefragen auseinanderzusetzen. Herzstück der Initiative ist das Internet Portal www.3malE.de, das sich gezielt an Schülerinnen und Schüler aller Altersklassen, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Studierende und Dozierende wendet.

Stolz nehmen die Siegerinnen und Sieger des 29. NRW-Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“ die Glückwünsche entgegen.

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