Frauenberatungsstelle Warendorf informiert

Grafik: pixabay.de

Da aktuell viele Anlaufstellen für Ratsuchende ihre Arbeit an die aktuelle Situation anpassen und persönliche Kontakte auch hier stark eingeschränkt werden, möchten wir unsere Arbeit nochmal sichtbarer machen, damit möglichst niemand das Gefühl bekommt alleine zu sein.

Wir arbeiten als Frauenberatungsstelle Warendorf schon seit über drei Jahrzehnten zum Thema häusliche Gewalt und leisten tagtäglich Gewaltschutzarbeit für Frauen und ihre Familien. Dabei kooperieren wir eng mit der Kreispolizeibehörde Warendorf.

Wir alle leben unseren Alltag im Moment in einem viel eingeschränkteren Aktionsradius. Familien verbringen ungewohnt viel Zeit miteinander. Das ist vor allem dort anstrengend und stressig, wo räumliche Enge herrscht. Hinzu kommt, dass viele Familien und Ehepaare plötzlich mit sehr existenziellen Sorgen konfrontiert sind. Eltern können auf einmal nicht mehr ihrer täglichen Arbeit nachgehen, Einkommen fallen weg, oder sind durch Kurzarbeit so reduziert, dass die laufenden Kosten nicht mehr gedeckt werden können.

All das sind Faktoren, die es in Familien und oder zwischen Paaren eskalieren lassen können.

Vor diesem Hintergrund rechnen wir mit einem deutlichen Anstieg von physischer und psychischer Gewalt in Beziehungen und Familien. Zu sehen ist diese Entwicklung aktuell in Italien, Japan und China. In China haben sich die Gewalttaten innerhalb von Familien/ Paaren durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verdreifacht.

Während der aktuellen Maßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen oder Kontaktverbote, ist es für die betroffenen Frauen und Kinder noch schwerer, Hilfsangebote zu nutzen. Auch im „Normalbetrieb“ suchen viele Frauen unsere Beratungsstelle zunächst anonym und heimlich auf. Derzeit ist es für viele von ihnen allerdings überhaupt nicht möglich, die eigene Wohnung (alleine) zu verlassen – sei es, weil sie die Kinder zu Hause betreuen, oder weil sie die Wohnung nicht unbemerkt verlassen können, um einen Termin wahrzunehmen.

Daher haben auch wir als Frauenberatungsstelle in Warendorf unser Beratungsangebot umgestellt:

Beratungen finden bis auf Weiteres telefonisch und per Mail- oder Chatberatung statt.

Wir sind täglich telefonisch und oder per Mail erreichbar:

Montag bis Freitag von 10 – 12 Uhr und Montag und Donnerstag von 17 – 19 Uhr. Auch außerhalb dieser Zeiten kann eine Nachricht hinterlassen werden, wir melden uns so schnell wie möglich zurück.

Chattermine stehen ebenfalls täglich zur Verfügung und können über die Homepage www.frauenberatung-warendorf.de und den Button „Onlineberatung“ gebucht werden.

Frauen können rund um die Uhr Mailanfragen schicken an info@frauenberatung-warendorf.de oder eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen

Neben dem Themenbereich Gewalt an Frauen decken wir in unserer Beratung eine große Bandbreite an Themen ab, wie z.B. Beziehungsprobleme, familiäre Fragen, psychische und somatische Belastungen.

Die aktuelle Situation kann eine Vielfalt von Sorgen und Ängsten hervorrufen, auch dafür sind wie Ansprechpartnerinnen.

Wir unterliegen der Schweigepflicht und verfügen alle über eine therapeutische Zusatzqualifikation.

Auch Nachbar_innen und oder Angehörige, die sich Sorgen um die Familie von nebenan oder ihre Lieben machen, weil sie zum Beispiel den Verdacht haben, dass es dort zu Gewalt kommt, können sich an uns wenden.

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