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„Handyfreies Wochenende“: Mehr Zeit für Freunde und Familie

„Zugegebenermaßen haben wir den Familien in diesem Jahr mehr abverlangt als in den Vorjahren“, erläutert Ansgar Westmark, einer der Organisatoren des „Handyfreien Wochenendes“ in Warendorf die Besonderheiten im Jahr 2021 angesichts der Corona-Pandemie. Denn wo sonst allerorten nach mehr Digitalisierung verlangt wird und für Schülerinnen und Schüler Lernen auf Distanz nur mit Handy, Tablet oder Laptop funktioniert, waren Familien im Rahmen der Aktion aufgerufen, sich diesem Trend zu entziehen und ein Wochenende Verzicht zu üben.

Elf Familien sind dem Aufruf im Rahmen der Warendorfer Suchtaktionstage gefolgt und haben die Organisatoren mit eingesendeten Erlebnisberichten daran teilhaben lassen. „Insgesamt hätten wir uns mehr teilnehmende Familien gewünscht“, teilt Fabian Reiker vom Kreisjugendamt Warendorf mit, „aber das, was die Familien uns mitgeteilt haben, hat uns sehr beeindruckt.“ So berichteten alle Familien davon, dass sie die gemeinsam verbrachte Zeit mit Familie und Freunden als sehr positiv erlebt haben.

Madeleine Schwichtenhövel von der Jugend- und Drogenberatung Ahlen ergänzt: „Die Familien haben uns mitgeteilt, dass sie gemeinsam beschlossen haben auf das Handy zu verzichten und genau diesen Effekt wollten wir erreichen, nämlich dass der Verzicht als Zugewinn für die gesamte Familie erlebt wird.“

Bürgermeister Peter Horstmann, der nicht nur für das „Handyfreie Wochenende“ geworben hatte, sondern sich auch selber daran beteiligt hat, überreichte jetzt stellvertretend für alle teilnehmenden Familien Pauline Behrens und ihrer Mutter einen Kinogutschein für das Scala-Kino. Möglich wurde dies durch eine großzügige Spende der Sparkasse Münsterland-Ost, so dass alle teilnehmenden Familien mit einem Kinogutschein bedacht werden konnten. „Mir imponiert es ganz enorm, dass es die Familien auf sich genommen haben auf das Handy zu verzichten, wo es doch gerade jetzt oft das einzige Mittel ist, um mit Freunden im Kontakt zu bleiben“, zollt Bürgermeister Horstmann seinen Respekt.

Die Organisatoren hoffen, dass sich im nächsten Jahr unter anderen Vorzeichen mehr Familien am „Handyfreien Wochenende“ beteiligen, denn das Thema der Suchtgefährdung, welches Anlass für die Planung dieses Wochenendes war, wird auch im Jahr 2022 nicht an Bedeutung verloren haben.

Das Foto zeigt Bürgermeister Peter Horstmann (l.), Stadtjugendpfleger Ansgar Westmark und Pauline Behrens, die mit Ihrer Familie an dem Handyfreien Wochenende teilgenommen hat. (Foto: Stadt Warendorf)

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