Haus Schücking in Sassenberg wird von der DSD gefördert

Haus Schücking in Sassenberg © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Liebeskind
Am Donnerstag, den 23. November 2017 um 11.00 Uhr überbringt Sigrid Karliczek, Ortskuratorin Münster der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), im Beisein von Andreas Rohde von WestLotto dank der Lotterie GlücksSpirale einen symbolischen Fördervertrag für Restaurierungsarbeiten im Haus Schücking in Sassenberg an Ildiko Schücking. Damit stehen 90.000 Euro für die Restaurierung von Innenräumen im Erd- und Obergeschoss sowie die Restaurierung und energetische Ertüchtigung der Fenster und Außentüren zur Verfügung.
 
Gegenüber der Sassenberger Pfarrkirche ließ sich der erzbischöfliche Kanzler Engelbert Schücking 1754 von dem Architekten Johann Conrad Schlaun ein Wohnhaus errichten. Auf einem gequaderten Sockel erhebt sich der eingeschossige Bau backsteinsichtig über fünf Fensterachsen. Den Zugang ermöglicht ein zweiflügeliges Portal, das über eine Freitreppe erreicht wird. Es markiert zugleich mit Oberlicht und Allianzwappen die Mitte der Fassade. Die Eingangssituation rahmen Pilaster, sie wird durch einen geschwungenen Zwerchgiebel mit Stichbogenfenster, Halbkreisabschluss mit Ochsenauge und bekrönender Vase betont. Je zwei hohe Stichbogenfenster mit darüberliegenden Dachhäuschen gliedern die Fassade.
 
Neben der fünften Achse schließt sich ein einachsiger Anbau mit Stichbogenfenster, einem Dachhäuschen mit Dreiecksgiebel und flankierenden S-Schwüngen sowie einem hohen, abgewalmten Schieferdach an. Die Gartenfassade wird durch Lisenen betont.
 
Zum Haupthaus gehören Nebengebäude in Fachwerk mit Backsteinausfachung sowie ein Garten mit Plastiken des Bildhauers Johann Christoph Manskirch, die die Jahreszeiten allegorisch darstellen. Der Gartensaal im Inneren besitzt teilweise noch die Ausstattung der Erbauungszeit, auch blieben einige Stuckdecken erhalten.
 
Haus Schücking, an dessen Dachsanierung sich die DSD 2003 mit 30.000 Euro beteiligt hat, ist eines der über 420 Projekte, die die Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.
 
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