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Hilfsprojekte der Aktion Kleiner Prinz laufen weiter – trotz Corona

Foto: AKP

Ein Haus für Familie Parvu

Was machen eigentlich die Kleinen Prinzen, während die Arbeit an der Halle notgedrungen, aber vernünftigerweise ruht? „Wir regeln unsere notwendigen Besprechungen im Moment per Internet“, verrät Michael Quinckhardt, der Vorsitzende der Kinderhilfsorganisation. „Es müssen immer Entscheidungen getroffen werden, die die einzelnen Projekte betreffen. Die Not der Kinder wird ja nicht weniger wegen Corona.“ So müssen zum Beispiel die Lieferungen an Babynahrung nach Idlib unbedingt weitergehen. Anfragen anderer Hilfsorganisationen müssen abgestimmt und beantwortet werden wie die Bitte der „Flüchtlingsinitiative Münsterland“ um Unterstützung für eine Apotheke auf Lesbos, die sich der Flüchtlinge angenommen hat. Laufende Projekte müssen betreut werden. Ein solches Projekt ist das Hausbauprojekt, das die Aktion Kleiner Prinz zusammen mit Jenny Rasches Kinderhilfe Siebenbürgen geplant hat und nun ausführt.

Schon vor Einbruch des Winters hatte die Aktion Kleiner Prinz die Kinderhilfe Siebenbürgen finanziell bei dem Bau von drei einfachen Wohnhäusern für Romafamilien mit Kindern in Altana, einer Romasiedlung, unterstützt. Diese hatten bisher in baufälligen Hütten gelebt. Das Projekt ist nun so gut wie abgeschlossen, keine Familie dieser Siedlung lebt mehr in einer Hütte. „Das ist nicht nur eine Frage des nackten Überlebens, es ist auch eine Frage der Menschenwürde“, erklärt Susanne Knappe, die Projektmanagerin der Kinderhilfe Siebenbürgen. „ Man kann nicht Menschen wie Hunde in Hütten leben lassen und von ihnen erwarten, dass sie sich wie Menschen fühlen. Wie gut, dass die Aktion Kleiner Prinz uns unterstützt.“ Die betroffenen Familien haben mit dem gespendeten Baumaterial und mit tätiger Hilfe von Verwandten, Nachbarn und Freunden selbst zugepackt beim Bau ihrer Häuser und pflegen sie nun sorgsam. Sie bleiben weiter im betreuenden Programm der Kinderhilfe und erhalten zweiwöchentlich Lebensmittel und sozialpädagogische Betreuung. Die Kinder gehen verpflichtend zur Schule und bekommen dort gesunde Mahlzeiten. „Es geht aufwärts“, so Susanne Knappe.

Aber nicht nur in Altana leiden die Menschen unter unwürdigen Wohn- und Lebensbedingungen. Etwas abseits vom Dorf Tichindeal liegt eine Roma-Siedlung, in der 13 Familien in besonders prekären Verhältnissen leben. Susanne Knappe berichtet: „Der Bürgermeister von Tichindeal ist sehr engagiert und hat kostenlos Baugrundstücke von der Gemeinde zur Verfügung gestellt, bei denen Wasser- und Stromanschlüsse problemlos möglich sind. Frau Parvu lebt mit ihren Kindern im Alter von anderthalb bis 17 Jahren in einer baufälligen Hütte, die aus einem Raum und einem offenen Vorraum ohne Fußboden besteht. Der Vater hat die Familie verlassen. Das Einkommen der Mutter besteht aus dem Kindergeld, die beiden großen Jungen versuchen als Tagelöhner etwas zum Familieneinkommen beizutragen. Die Mutter ist aber am Limit, sie kann das Leben so nicht mehr bewältigen.“ Unter anderen Wohnbedingungen wäre das Leben für sie und ihre Kinder leichter, deshalb plant die Kinderhilfe Siebenbürgen, ihr Baumaterialien für ein Haus mit zwei Zimmern zur Verfügung zu stellen. Die Aktion Kleiner Prinz wird die Kosten dafür übernehmen. „Die Zusammenarbeit unserer Kinderhilfsorganisation mit der Kinderhilfe Siebenbürgen klappt reibungslos, die Ergebnisse sprechen für sich“, erklärt Michael Quinckhardt. „Wir werden uns auch in Zukunft an den durchdachten Projekten beteiligen.“

Wer spenden möchte, kann das tun unter:

IBAN DE46 4005 0150 0062 0620 62, Stichwort Kinderhilfe Siebenbürgen

Foto: AKP
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