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Laurentianer besuchen Berlin und den Deutschen Bundestag

Berlin/Warendorf.  Unter der Leitung von Lars Boesenberg und begleitet von Jan Denecke, Tiemo Grauert, Robin Krühler, Verena Jürgens, Sandra Santoro und Simon Veerkamp besuchten 100 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Laurentianum Warendorf die Bundeshauptstadt Berlin unter der Themenstellung: „Der soziale, politische und kulturelle Wandel vom 19. bis zum 21. Jahrhundert – untersucht am Beispiel Berlins“.

Eindrucksvolle Erlebnisse konnten die Gymnasiasten im Verlauf ihrer 5-tägigen Studienfahrt unter anderem in der Gedenkstätte Hohenschönhausen und bei einem bewegenden Gespräch mit einem Aussteiger aus der rechtsextremen Szene sammeln. Auch eine Radtour entlang des ehemaligen Mauerverlaufs sowie die Auseinandersetzung mit dem Alltag in der DDR standen auf dem Programm. Bei Exkursionen in die sogenannten Problembezirke Hellersdorf und Marzahn setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit städtebaulichen und sozialpädagogischen Fragestellungen auseinander. Intensive Gespräche über den europaweit bekannten Drogenumschlagsplatz Görlitzer Park mit den Verantwortlichen von Polizei und Bezirksverwaltung brachten die Schülerinnen und Schüler ins Nachdenken. 

Im Rahmen dieses Projekts besuchten die Schülerinnen und Schüler auch den heimischen Bundestagsabgeordneten Reinhold Sendker (Westkirchen) im Deutschen Bundestag. Da der Abgeordnete kurzfristig verhindert war, sprachen sie mit Sendkers wissenschaftlichen Mitarbeitern über seine Tätigkeiten in Berlin und seine Arbeit für den Kreis Warendorf.

Zusammen mit seiner Kollegin Stephanie Jahn erläuterte Niklas Werner den Schülerinnen und Schülern den typischen Ablauf einer Sitzungswoche. „Dabei können auch mal bis zu 70 Stunden für den Abgeordneten anfallen“, so Werner über die durchschnittliche Arbeitsbelastung. In dem folgenden Gespräch stellten sich Stephanie Jahn und Niklas Werner den Fragen der Schülerinnen und Schüler zu vielfältigen Themen wie dem demographischen Wandel oder dem Glasfaserausbau im Kreis Warendorf. In der Fragerunde zeigten die Schülerinnen und Schüler besonderes Interesse zum Umgang Sendkers mit der AfD und seiner Position zur EU. Stephanie Jahn betonte dabei, dass Sendker in der EU einen Friedensgaranten sehe, der bis dato für über 70 Jahre Frieden in Europa gesorgt habe und daher ein unverzichtbarer Bestandteil der Politik sei. Gerade für die jüngere Generation sei es wichtig, die Errungenschaften der EU, wie offene Grenzen und einer Währungsunion, nicht als selbstverständlich zu erachten. Es gelte diese Privilegien stets zu verteidigen. Mit Applaus honorierten die Schülerinnen und Schüler den konstruktiven Austausch und bedankten sich für das Gespräch.

Nach einer intensiven Woche voller neuer Eindrücke ging es für die Schülerinnen und Schüler wieder zurück nach Warendorf.

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