Laurentianum: Religionskurs zu Besuch in der Heinrich–Tellen-Schule

„Die Schule ist wirklich attraktiv eingerichtet“ (Jan Philipp Niester). „Alles wird getan, um zu helfen; jeder ist es wert“ (Gedeon Holtkämper). „Wenn man diese Arbeit mit Herzblut ausfüllt, kann sie wohl sehr glücklich machen“ (Lars Beste). Im Rahmen des Religionsunterrichts besuchte ein Kurs der Jahrgangsstufe Q1 des Gymnasium Laurentianum die Heinrich–Tellen–Schule in Neuwarendorf für Kinder und Jugendliche mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung. Träger der Schule ist der Caritasverband für den Kreis Warendorf, Namensgeber war Heinrich Tellen, von 1956 bis 1972 Caritas-Direktor für das Bistum Münster. Der Schulleiter Tobias Mörth (übrigens ebenfalls „alter Laurentianer“) war sehr angetan, dass der Kontakt so unkompliziert über Victoria Kappel (Abitur 2017) zustande kam. Victoria absolviert gerade einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) als Integrationshelferin an der Heinrich–Tellen–Schule. Auch ihre Kollegin, Sophia Steinkamp, war vielen noch als ehemalige Mitschülerin bekannt. Und so gelang der Kontakt mit den von den beiden betreuten Kindern und den Mitarbeiterinnen. Viele Fragen kamen hoch und konnten ganz direkt und locker gestellt werden: „Gibt es Schulpflicht für behinderte Kinder?“ „Wo sind Möglichkeiten und Grenzen der Förderung?“ „Wie stark ist die körperliche und psychische Belastung für Mitarbeiterinnen?“  „Was machen die Schüler nach der Schule?“ „Wie kann man Familien mit behinderten Kindern entlasten?“ – „Können Menschen mit einer Behinderung glücklich werden?“ Insbesondere die letzte Frage wurde zündend durch Philipp geklärt. Immer wieder mussten die Besucher für ihn Seifenblasen machen – zu seiner größten Freude! Der Religionskurs in der Q1 dient normalerweise dem theoretischen Nachdenken über ethische Fragen zum Anfang des Lebens: vorgeburtliche Diagnostik, PID, Schutz des Lebens, Umgang mit Behinderung, Deutung von Leid, Sterben und Tod im Leben. Die meisten Schülerinnen hatten bislang wenig praktische Erfahrung im Umgang mit diesen Themen. Das hat sich mit diesem Besuch etwas verändert: „Wenn ich einen Körper berühre, fasse ich einen ganzen Menschen an“ (Dürkheim), wurde am Beamer projiziert. Wenn sich 17–jährige Schülerinnen und Schüler gegenseitig dazu die Hände eincremen, bekommt der Satz schon einen tieferen Sinn: Pflege bedeutet Begegnung im Respekt! „Es war ein echt schöner Nachmittag bei Victoria und Sophia in der Heinrich–Tellen–Schule!“, war die einhellige Meinung des Kurses. „Zudem haben wir noch viel zur Berufsorientierung gelernt! Vielleicht macht der eine oder die andere ja hier sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder den Bundesfreiwilligendienst (BFD / Bufdi)“, hofft der Religionslehrer Matthias Hothneier. Interessierte können sich gerne in der Heinrich–Tellen-Schule melden.

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