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luca-App: Mit technischen Innovationen aus der Isolation

Nachdem der Kreis Warendorf von seiner Seite aus am Montag alle Voraussetzungen für den Start der Kontaktnachverfolgungs-App luca geschaffen hat, möchte die Verwaltung nun zeitnah auf die Verbände von Gastronomie, Kultur und Einzelhandel im Kreis zugehen, um für einen breiten Einsatz der innovativen Lösung zu werben.

„Wir wollen die luca-App jetzt in die Flächen bringen, denn sie funktioniert umso besser, je mehr Menschen sich daran beteiligen. Die App gibt uns die Möglichkeit, über technische Innovationen mehr Chancen für Gastronomie, Handel oder Kultureinrichtungen zu erreichen“, erklärt Landrat Dr. Olaf Gericke. Dazu wird der Kreis die Vertreter der Verbände und anderer Institutionen wie Verkehrsunternehmen und Kommunen an einen Tisch holen, um zu beraten, wie die App nach den ersten Öffnungen dazu beitragen kann, die Lage mit einer guten Kontaktnachverfolgung unter Kontrolle zu behalten.

„Dass der Kreis Warendorf Modellregion geworden ist, zeigt, dass wir erfolgreich auf technische Lösungen setzen. Das haben wir bereits bei der Einführung der Kontaktnachverfolgungs-Software SORMAS im Gesundheitsamt bewiesen. Diese Software hat uns bereits bei der Nachverfolgung der Infektionsketten geholfen und ist die Voraussetzung dafür, dass wir jetzt auch luca an den Start bringen konnten“, so Dr. Gericke.

Die Daten aus luca lassen sich problemlos in SORMAS einpflegen, sodass es hier eine deutliche Zeitersparnis gegenüber der Kontaktverfolgung per Papierbogen gibt. Zudem wird der Datenschutz mit der App deutlich besser gewährleistet, als bei der Dokumentation auf Papierbögen.

Bürgerinnen und Bürger, die kein Smartphone nutzen oder die App nicht nutzen wollen, können mit Schlüsselanhängern mit integriertem QR-Code ausgestattet werden. Dieser wird dann vom Gastgeber eingescannt. Damit wären auch Bürgerinnen und Bürger ohne Smartphone bei gemeinsamen Restaurantbesuchen oder Busfahrten – natürlich digital verschlüsselt – im Falle einer Corona-Infektion als Kontaktperson identifizierbar. Auch darum möchte sich der Kreis in den kommenden Wochen bemühen.

Weitere Informationen: Der Kreis Warendorf ist Modellregion für die Erprobung der Kontaktverfolgungs-App luca. Mit ihr lassen sich Kontakte, etwa bei Besuchen in der Gastronomie, im Einzelhandel oder im ÖPNV unkompliziert nachverfolgen. Dazu müssen die Nutzer über die App lediglich einen QR-Code einscannen, den der Gastgeber zuvor an der Tür oder einem Tisch zum Beispiel im Bus oder im Restaurant angebracht hat. Nun weiß die App, wer, wann und mit wem er vor Ort war. Für den Gastgeber wird jedoch nur ein Zahlencode sichtbar, sodass der Datenschutz garantiert ist. Stellt sich nun im Nachhinein heraus, dass einer der Gäste mit Covid-19 infiziert war, kann er seine Kontakte mithilfe von luca an das Gesundheitsamt übermitteln. Dies funktioniert über eine TAN, die der Nutzer generiert und dem Gesundheitsamt mitteilt. Das Gesundheitsamt kann dann eine Anfrage beim Gastgeber – also beim Restaurant, Friseur oder Busunternehmen – stellen, damit dieser die Daten freigibt.
(Kreis Warendorf)


Landrat Dr. Olaf Gericke hat die luca-App bereits auf seinem Smartphone installiert. Foto: Kreis Warendorf

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