Musik kann heilen helfen

Eingangshalle im Josephs-Hospital wird neue Heimat für über 100-jährigen Flügel

Die Idee ist nicht neu: Schon in den ersten Bauplan für die im Jahr 2012 fertiggestellte Eingangshalle des Warendorfer Krankenhauses hatten die Architekten einen Flügel eingezeichnet. Die Akustik der Halle eigne sich prima zur musikalischen Unterhaltung für Patienten und Besucher, waren sich Bauherr und Planer schon seinerzeit einig.

Durch einen glücklichen Zufall konnte aus dem Plan nun Wirklichkeit werden. Unternehmensberater Frank Birkemeyer aus Gelsenkirchen erfuhr bei einem Beratungsauftrag für das Josephs-Hospital von dem lange gehegten Wunsch nach einem Klavier für das Krankenhaus und konnte helfen. Seine 16-jährige Tochter Anne hatte von der Nachbarin den Munck-Flügel geschenkt bekommen, nach einem Umzug der Familie war kein Platz mehr für das voluminöse Musikgerät vorhanden. „Anne war begeistert von der Idee, den Flügel zur musikalischen Unterhaltung für Patienten und Besucher zu nutzen. Der Flügel war zu einem Großteil der letzten 100 Jahre im Besitz von Ärzten, er passt also prima in ein Krankenhaus“, erklärt Birkemeyer mit einem Augenzwinkern.

Auch Krankenhaus-Chef Peter Goerdeler zeigt sich erfreut: „Studien belegen, dass Musik den Heilungsverlauf positiv beeinflussen kann. Mit unserer Musiktherapie für Schmerzpatienten und jetzt mit diesem tollen Instrument sind wir da auf einem guten Weg.“ Und auch gegen die einfach nur schöne Untermalung bei einem Getränk im Café Josephinchen spräche ja nichts.

Der Flügel ist allerdings kein Geschenk, sondern eine Dauerleihgabe, das ist allen Beteiligten wichtig. Spätestens, wenn die 16-jährige Besitzerin in ihrer zukünftigen eigenen Wohnung einen Platz für das Instrument fände, würde es zu ihr zurückkehren.

„Mitspieler“ gesucht

Auch wenn es bereits erste „Konzerte“ gegeben hat, sucht das Krankenhaus Klavierspieler, die auf ehrenamtlicher Basis gekonnt, aber natürlich nicht zwingend professionell für musikalische Unterhaltung sorgen. Wer Lust hat, kann sich einfach bei Tobias Christof Dierker melden – unter 02582/201017 oder per Mail: t.dierker@jhwaf.de.

Unser Foto zeigt:

Darf jederzeit auf ihrem Flügel spielen: Anne Birkemeyer (sitzend) mit ihrem Vater Frank Birkemeyer (links), stellv. Vorstandsvorsitzendem Oliver Lohmann, Vorstandsvorsitzender Peter Goerdeler und Ärztlichem Direktor Dr. Thomas Dorsel (von links nach rechts).

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