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Pöggskes zum liebhaben: Werbung für Freckenhorst und Warendorf geht auch ohne großen Kommerz

Mit riesengroßen, freundlichen Augen lacht der Kleine die Betrachter an und seine fröhlich bunten Farben tun ein Übriges, ihn sofort ins Herz zu schließen. Selbst wenn man Bufonophobiker ist. Doch vor der offenen Herzlichkeit dieses „Kleinen“ werden sich sogar jene Menschen, die Angst vor Fröschen haben, nicht verschließen können.

Und dieses Pöggsken (niederdeutsch für: der kleine Frosch) tut ja auch nichts, außer freundlich dreinzuschauen und Werbung für Freckenhorst zu machen. Friedrich-Wilhelm Kehne hat ihm – und einem weiteren freundlichen Pöggsken – das Leben geschenkt, das die beiden jetzt auf Tassen, Taschen, Kühlschrankmagneten und vielleicht auch weiteren Alltagsgegenständen fristen. „Grüße aus Freckenhorst“ steht darunter und die Frösche sind nicht allein: Rund 20 Motive hat der ehemalige Lehrer bislang „aus Freude am Spiel mit den Farben“ entworfen, wie er sagt. Dieses Spiel fasziniere ihn bereits seit frühen Lebensjahren, verrät er. Der Vater war Drogist in Warendorf und hatte seine Drogerie am Wilhelmsplatz. Das Entwickeln von Fotos gehörte seinerzeit zu den Standardaufgaben der Drogisten. Natürlich auch der „Buntbilder“, wie Farbfotos damals noch genannt wurden. Das habe ihm bereits früh den Blick geschärft, erklärt der hagere, gesundheitlich stark beeinträchtigte Mann, der aufgrund seiner Gesundheit noch während seiner Tätigkeit als Sportlehrer Biologie auf Lehramt studierte. Mit diesen beiden Fächern, nebst seiner Schulzeit, hat er insgesamt 48 Jahre am Gymnasium Laurentianum verbracht. Warendorfer durch und durch. Und warum zeigen diese – und weitere – Motive dann Freckenhorst!?

Er habe Geschenkideen für Freunde und Bekannte gesucht, erinnert er sich, „Statt Blumen“. Also schuf er einige Objekte. Bei einem Gruppenfrühstück im Café Obstkörbchen in Freckenhorst schenkte er den Betreiberinnen Jutebeutel mit dem Motiv des Warendorfer Marktplatzes und „Grüße aus Warendorf“. Ob er auch Freckenhorst…? – Der Rest ist, wie so oft, Geschichte.

Nun zieren die Pöggskes und ausgesuchte Sehenswürdigkeiten der Stiftsstadt, also Kirche, Schloss und Boeselagersche Kurie, die Geschenkideen, die er mit Unterstützung seiner Schwester Jutta Kühlkamp für das Café fertigt. Alles quasi ehrenamtlich zum Selbstkostenpreis. „Der einzige Verdienst ist der Spaß, den ich an der Sache habe“, unterstreicht Kehne. Und so entwickelt er stets weitere Geschenke für seinen Bekanntenkreis – und auch einfach für sich selbst.

Friedrich-Wilhelm Kehne fertigt Geschenkideen und Werbung für Freckenhorst und Warendorf – einfach so aus Spaß

Foto: Rieder