
FASD ist die Abkürzung für „Fetal Alcohol Syndrom Disorder“, auf Deutsch „Fetale Alkolholspektrumstörung“ und bezeichnet eine Behinderung von Kindern, die durch das Trinken von Alkohol während der vielleicht bis dahin noch nicht bekannten Schwangerschaft entstehen kann.
Der Alkohol wird durch die Plazenta direkt in den Blutkreislauf des ungeborenen Kindes übertragen. Dabei werden einzelne Zellen des Körpers zerstört, was zu einer lebenslangen Behinderung des jungen Lebens führt.
Das ungeborene Kind kann den Alkohol nicht abbauen wie ein Erwachsener, es braucht zehnmal so lange. Das kann zu schwerwiegenden Folgen für die Kinder führen. Der Alkohol ist eine häufige Ursache für angeborene Fehlbildungen, geistige Behinderungen, hirnorganische Beeinträchtigungen, Entwicklungsstörungen und extreme Verhaltensauffälligkeiten. Betroffene Kinder und auch Erwachsene können ihr Leben lang von körperlichen und geistigen Auffälligkeiten betroffen sein.
Dies hat auch Auswirkungen auf die Eltern der Kinder. Sie sind in besonderem Maße im Alltag mit den Kindern betroffen, im Kindergarten, in der Schule, während der Arbeit. Oft hat die Außenwelt wenig Erfahrung mit diesen besonderen Kindern. Die Selbsthilfegruppe „FASD“ soll den Eltern, auch Pflege- und Adoptiveltern, in entspannter Runde die Möglichkeit geben, auf andere betroffene Eltern zu treffen, auf offene Ohren zu stoßen, Erfahrungen auszutauschen, Tipps weiterzugeben und mehr Hintergrundinformationen über FASD zu erhalten.
Die Selbsthilfegruppe trifft sich jeden zweiten Donnerstag im Monat von 19:00 bis 21:00 Uhr in den Räumlichkeiten der Rettungsschule des DRK-Ortsvereins Warendorf, Südstr. 10 in Warendorf. Das erste Treffen findet am 08. Mai statt. Eine Anmeldung ist erforderlich. Interessierte Eltern können sich melden bei Sabine Rowald unter 0157 34 61 68 90 und bei Silvia Krause unter 0171 71 01 735 oder per E-Mail unter fasd.selbsthilfegruppe.waf@gmail.com. Unterstützt wird die Selbsthilfegruppe von der Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Warendorf des Paritätischen NRW.
Die Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Warendorf
Die Selbsthilfe-Kontaktstelle ist eine Beratungsstelle rund um das Thema Selbsthilfe und Selbsthilfegruppen. Die Hauptaufgaben der Selbsthilfe-Kontaktstelle sind die Information und Beratung über Selbsthilfe, die Vermittlung in Selbsthilfegruppen und die Unterstützung bestehender Gruppen und Gruppengründungen. Neben ihren Hauptaufgaben verweist die Selbsthilfe-Kontaktstelle auf professionelle Unterstützungsangebote und übernimmt somit eine wichtige Lotsenfunktion im Gesundheits- und Sozialbereich des Kreises. Weitere Informationen unter http://www.selbsthilfe-warendorf.de oder unter Telefon: 0 25 81 46 799 88.
Sabine Rowald und Silvia Krause freuen sich auf den Austausch mit anderen Eltern
Foto: Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Warendorf