Die SPD-Fraktion Warendorf möchte mehr Transparenz zum Stand der Umsetzung des bundesweiten Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder erhalten und beantragt daher, eine detaillierte Aufbereitung des aktuellen Stands seitens der Stadtverwaltung, so die SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Kleene-Reschke. Ab 2026 haben alle Erstklässler Anspruch auf einen Ganztagsplatz – eine große Chance für mehr Bildungsgerechtigkeit, aber auch eine enorme Herausforderung für die Kommunen.
„Für uns ist wichtig, wo Warendorf steht. Eltern brauchen Klarheit, Schulen brauchen Planungssicherheit und die Politik braucht belastbare Informationen“, so der Sprecher der SPD-Fraktion, Christian Elsner, im zuständigen Schule- und Kulturausschuss. „Der Rechtsanspruch kommt – und wir müssen vorbereitet sein.“
„Wir wissen“, so Elsner weiter, „dass gerade mit den Investitionen im Offenen Ganztag an der Everword-Schule aber auch im Bereich der August-Wessing Schule aktuell bereits viel auf den Weg gebracht wird. Ein kompletter Überblick über alle Schulen fehlt jedoch zum Teil. „
Bundesweit zeigt sich bereits jetzt, dass der Ausbau vielerorts stockt: fehlende Räume, fehlendes Personal, fehlende Finanzierung. Auch in NRW klagen mehrere Kommunen gegen das Land, weil sie sich mit den Kosten allein gelassen fühlen. Die SPD Warendorf will deshalb frühzeitig Transparenz schaffen, bevor Engpässe entstehen oder bestehende Angebote gefährdet werden.
Mit einem Antrag an den zuständigen Ausschuss fordert die SPD-Fraktion einen detaillierten Bericht der Verwaltung. Dieser soll unter anderem folgende Punkte beleuchten:
– aktuelle und zukünftige Platzkapazitäten an allen Warendorfer Grundschulen
– Personalbedarf und geplante Maßnahmen zur Fachkräftegewinnung
– notwendige bauliche Maßnahmen, insbesondere Mensa- und Raumkapazitäten
– Stand der Fördermittel von Bund und Land
– Risiken für die fristgerechte Umsetzung des Rechtsanspruchs
„Uns ist bewusst, dass die kommunalen Kassen leer sind. Gerade deshalb müssen wir genau wissen, welche Herausforderungen auf uns zukommen und wo das Land NRW seiner Verantwortung nachkommen muss“, betont die der Sprecher der SPD-Fraktion im zuständigen Kultur- und Schulausschuss, Christian Elsner. „Wir wollen konstruktiv mit der Verwaltung zusammenarbeiten, um den Ganztag in Warendorf zu sichern und auszubauen – ohne unrealistische Forderungen, aber mit klarer Haltung.“
Die SPD Warendorf sieht den Ganztagsausbau als zentrale Zukunftsaufgabe: für mehr Bildungsgerechtigkeit, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und starke Grundschulen in allen Stadtteilen.
„Warendorf darf nicht abwarten, bis Probleme entstehen. Wir wollen frühzeitig handeln – im Interesse der Kinder, der Eltern und der Schulen unserer Stadt,“ so die SPD-Fraktionsvorsitzende Kleene-Reschke abschließend.

Foto: SPD

