Tagesbustour der kfd St. Josef – Fahrt ins Blaue

Die Frauengemeinschaft St. Josef hatte am 22. Juni 2022 eine Tagesbustour angeboten.

35 Frauen nahmen teil. Zur Überraschung aller ging es zunächst zum Baldeneysee Essen.

Der Baldeneysee Essen

Eine Oase für Freizeitliebende, Wassersportler, sportliche “Landratten” und Naturliebhaber

Ende der 1929-er Jahre boomte die Essener Industrie und die Einwohnerzahlen waren steigend. Mehr und sauberes Trinkwasser wurde für die Bürgerinnen und Bürger erforderlich. Mit Blick auf die Nachbarseen, Hartkor- und Hengsteysee, sollte die Fließgeschwindigkeit der Ruhr aufgestaut werden, um die Schwebstoffe im Wasser abzusetzen. Von 1931 bis 1933 wurde das Projekt “Stausee”, von rund 2000 Arbeitern im Rahmen eines sogenannten “Freiwilligen Arbeitsdienstes” ausgehoben, und der Bau des Ruhr-Stauwehrs Werden umgesetzt und auch das Wasserkraftwerk in Dienst genommen…… “Start frei” auch für die Weisse Flotte Baldeney!

Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es dann weiter zur Burg Vischering nach Lüdinghausen, die bereits 750 Jahre alt geworden ist.

Die Burg Vischering ist eine münsterländische Wasserburg am nördlichen Rand der nordrhein-westfälischen Stadt Lüdinghausen. Trotz eines fast vollständigen Neubaus im 16. Jahrhundert hat die Burg ihren wehrhaften Charakter weitgehend erhalten. Unter den zahlreichen Burgen und Schlössern des Münsterlandes ist sie eine der ältesten und besterhaltenen Anlagen.[1]

Als Trutzburg durch den Bischof von Münster in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gegründet, entwickelte sich die Burg zum Stammsitz der Familie Droste zu Vischering, deren Eigentum die Anlage heute noch ist. Der Name Vischering wurde für die Burg aber erst ab der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts gebräuchlich.[2] Bei einem Brand im Jahr 1521 wurde die Anlage weitgehend zerstört. Sie wurde bis 1580 wiederaufgebaut und gleichzeitig im Stil der Renaissance erweitert. Nachdem die Eigentümer ihren Wohnsitz 1690 nach Schloss Darfeld verlegt hatten, war Vischering lange Zeit ungenutzt und wurde nur von einem Rentmeister verwaltet. Nach Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg und anschließenden Wiederherstellungen pachtete der damalige Kreis Lüdinghausen die Burg, um sie als Kultur- und Bürgerzentrum zu nutzen. Dazu wurden von Beginn der 1970er bis in die Mitte der 1980er Jahre umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen an den Gebäuden durchgeführt.

Die gesamte Anlage steht seit dem 8. Oktober 1986 unter Denkmalschutz und beherbergt heute unter anderem das Münsterlandmuseum. Außenbesichtigungen sind jederzeit unentgeltlich möglich

Dort im Pferdestall wurde den Damen Kaffee und Kuchen serviert, bevor es zur Weiterfahrt nach Warendorf ging.

Fotos: kfd St. Josef