
Der Stiftungsrat der Kulturstiftung Westpreußen hat auf seiner Sitzung am Dienstag, 01. April 2025, beschlossen, den Vertrag des kommissarischen Leiters des Westpreußischen Landesmuseums, Martin Koschny M. A., um 15 Monate bis zum 31. März 2027 zu verlängern. Diese Entscheidung ermöglicht eine kontinuierliche Führung des Museums in der noch fortwährenden Phase der Positionsbestimmung und Neuaufstellung des Hauses.
Dieser Prozess soll bis Mitte 2026 zu einer Klärung geführt haben. Dann, so der Stiftungsrat in seiner Sitzung, soll final über die Fortführung des Museums in Warendorf entschieden werden. Gleichzeitig sind die Finanzierung des Westpreußischen Landesmuseums und der Fortbestand des Museumsbetriebs damit bis Ende 2026 gesichert.
„Die Verlängerung des Vertrags von Herrn Koschny stellt sicher, dass das Museum weiterhin seiner wichtigen Aufgabe nachkommen kann“, erklärt der Stiftungsratsvorsitzende, Prof. em. Dr. Erik Fischer, und betont die Bedeutung des Museums als eines Orts der Erinnerung und des Dialogs.
„Ich bin überzeugt davon, dass die Verlängerung des Vertrages von Martin Koschny das Schiff Westpreußisches Landesmuseum weiter in ruhiges Fahrwasser bringt“, ergänzt Warendorfs Bürgermeister Peter Horstmann und stellvertretender Vorsitzender im Stiftungsrat der Kulturstiftung Westpreußen.
Zudem wurde in der Sitzung des Stiftungsrates zum einen der ausgewiesene Historiker und Direktor der Academia Baltica, Dr. Christian Pletzing, Flensburg, als eine weitere Persönlichkeit des kulturellen, wissenschaftlichen oder politischen Lebens Flensburg, in den Stiftungsrat gewählt. Zum anderen ist Maximilian Schubert, Warendorf, in den Stiftungsvorstand berufen worden, in dem er die Aufgaben des Schatzmeisters übernehmen wird.
Das 1975 gegründete und seit 2013 in Warendorf beheimatete Westpreußische Landesmuseum (WLM) ist die zentrale Einrichtung in Deutschland, die sich auf der Grundlage des § 96 des Bundesvertriebenengesetzes (BVFG) der Sammlung, Bewahrung, Erforschung, Dokumentation, Präsentation und Vermittlung der Kultur und Geschichte der historischen Provinz Westpreußen widmet. Es wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe und der Stadt Warendorf gefördert.