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Videokonferenz des „AK Emsinsel“ zur Nachnutzung der Industriebrache

Foto: AK Emsinsel

Zu einem Treffen unter Coronabedingungen, also als Videokonferenz hatten die Sprecher des Arbeitskreises Emsinsel geladen. Alfred Kiel und Sigfrid Krebse hatten Bürgermeister Peter Horstmann gewinnen können, die Überlegungen zur Bebauung der Industriebrache und zur möglichen Landesgartenschau 2026 vorzustellen. Nach der Begrüßung der insgesamt 19 Teilnehmer*innen durch Alfred Kiel erhielt Peter Horstmann das Wort und stellte seine aktuelle, in Gesprächen mit dem Investor und den Fraktionen gefundene Position zu der Fläche vor. Er betonte dabei, die in den Medien veröffentlichte Skizze biete Anhaltspunkte für die Aufteilung und Gestaltung des Areals. So sei sicher, das ehemalige Pförtnerhaus und die alte Wagenhalle blieben erhalten. Auch die grundsätzliche Aufteilung der Fläche für Wohnbebauung, Stadtplatz, Grünflächen usw. sei richtig dargestellt, könne sich im Detail aber noch verändern. Eine Bewerbung zur Landesgartenschau 2026 werde im Zusammenhang mit dem Jubiläum des Landgestüts vom zuständigen Landesministerium sehr positiv gesehen. Allerdings sei eine bis zum 31. Oktober zu erstellende Bewerbung eine große Herausforderung. Ein Kauf der dafür benötigten Flächen müsse also nach Zustimmung der entsprechenden Gremien in den nächsten Wochen gelingen. Interessant war auch der Gedanke auf dem Gelände nicht etwa eine Art Villenbebauung zuzulassen, sondern vorrangig im Rahmen einer dreigeschossigen Bebauung Wohnungen für Haushalte mit ein und zwei Personen zu errichten.

An den zahlreichen Fragen und Stellungnahmen der Mitglieder des Arbeitskreises wurde deutlich, es besteht ein großes Interesse an den vorgestellten Planungen. Zu einzelnen Punkten wurde deutlich gemacht, es gibt unterschiedliche Vorstellungen. Beispielsweise wurde wiederholt auf die Geschichte der Textilindustrie in Warendorf und Freckenhorst hingewiesen und das auf der Fläche der Firma Brinkhaus eine entsprechende museale Aufbereitung erfolgen solle, um daran zu erinnern. Ein weiterer Dissens besteht in der vorgeschlagenen Bebauung nördlich der Erschließungsstraße. Auf diesen Gebäuderiegel Richtung See muss nach Auffassung der Diskussionsteilnehmer verzichtet werden. Auch die Sinnhaftigkeit der Emsverlegung wurde vereinzelt angezweifelt. Ebenso interessant der Wunsch nach mehr Bürgerbeteiligung bei den Überlegungen zur Emsinsel. Konkret wurde dabei auf die Möglichkeit einer sogenannten Planungszelle oder eines Bürgerrates verwiesen. In beiden Fällen erarbeiten aus der Bürgerschaft ausgeloste Gruppen von Menschen unter Hinzuziehung von Fachleuten und einer Moderation eine mehrheitsfähige Lösung für das Arbeitsthema, hier also die sogenannte Emsinsel, die Industriebrache in der Warendorfer Emsaue.

Abschließend bedankte Alfred Kiel sich bei Peter Horstmann für die Vorstellung des Projekts. Allgemein wurde die erste Videokonferenz des Arbeitskreises trotz einiger technischer Probleme als gelungen angesehen. Da aber auf dieser Ebene noch keine konkrete Stellungnahme des AK Emsinsel zu den Planungen erarbeitet werden konnte, soll zeitnah eine weitere Sitzung stattfinden.

Foto: AK Emsinsel

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