Gründungsberater informierte Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule für Gesundheit und Soziales am Paul-Spiegel-Berufskolleg.
Wie wird aus einer Idee ein tragfähiges Unternehmen? Mit dieser Frage setzten sich die Schülerinnen und Schüler der Oberstufenklassen der Zweijährigen Berufsfachschule für Gesundheit und Soziales am Paul-Spiegel-Berufskolleg intensiv auseinander. Im Rahmen des Wirtschaftslehreunterrichts erhielten sie dabei praxisnahe Unterstützung von einem externen Experten: Sebastian Brinkmann, Gründungsberater der Sparkasse Münsterland Ost, gab fundierte Einblicke in Chancen, Herausforderungen und typische Denkfehler rund um das Thema „Unternehmensgründung“.
Zu Beginn machte Sebastian Brinkmann deutlich, dass jede Gründung im Kopf beginnt – und auf einer realistischen Einschätzung des Marktes basieren muss. Wer erfolgreich gründen wolle, müsse seine Zielgruppe genau kennen, den Wettbewerb analysieren und den konkreten Nutzen der eigenen Idee klar benennen können. Anhand anschaulicher Beispiele zeigte er, wie sich Marktchancen systematisch prüfen lassen. Diese Überlegungen übertrugen die Schülerinnen und Schüler unmittelbar auf eigene Projektideen aus dem sozialen und pflegerischen Bereich.
Besonders eindrücklich schilderte der Referent den Weg von der ersten Ideenskizze über die Erstellung eines Businessplans bis hin zum Gespräch mit der Bank. Dabei erläuterte er auch die Bedeutung öffentlicher Förderinstrumente und ging auf die Rolle von Förderbanken wie der KfW sowie der Bürgschaftsbank ein.
In der anschließenden offenen Fragerunde zeigten die Schülerinnen und Schüler großes Interesse. Sie erkundigten sich unter anderem nach der langfristigen Tragfähigkeit sozialer Geschäftsmodelle, nach Spar- und Finanzierungsstrategien, typischen Anfängerfehlern, mehrjähriger Investitionsplanung und dem notwendigen Startkapital. Brinkmann betonte, wie wichtig es sei, Hemmschwellen gegenüber Banken abzubauen, frühzeitig den Dialog zu suchen und zunächst mit einem einfachen Ideenpapier in das Gespräch zu gehen. Unternehmensgründungen seien zwar immer mit Unsicherheiten verbunden, einige Geschäftsmodelle – etwa ein mobiler Pflegeservice – jedoch gut kalkulierbar, da sie sich bereits am Markt bewährt hätten.
Der Vortrag überzeugte durch die ausgewogene Verbindung von fachlicher Expertise und lebensnahen Fragestellungen. Für viele Schülerinnen und Schüler stellte er einen motivierenden Einstieg in unternehmerisches Denken dar – und möglicherweise den ersten Schritt auf dem Weg zu einer späteren eigenen Gründung.

Expertenwissen im Wirtschaftslehreunterricht: Stefan Brinkmann (2.v.l.) informierte rund um das Thema „Unternehmensgründung“
(Foto: PSBK)

