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Vorstand und Geschäftsführung des SkF e. V. im Kreis Warendorf tagen in Vorbereitung auf das neue, durch die Aktion Mensch geförderte Projekt, „Weiblich, männlich, divers“

Foto: SKF

Iris Horstmann, Referentin für Diversität des Bistum Münster leitete in ihrer Position als freiberufliche Beraterin die Fachtagung zum Thema „Drittes Geschlecht“.

Ahlen, den 28.10.2020. Am Montag, den 26. Oktober 2020 kamen der Vorstand und die Geschäftsführung des SkF e. V. im Kreis Warendorf zusammen, um gemeinsam mit Iris Horstmann erste Einblicke in das Thema „Drittes Geschlecht“ zu erhalten, mit dem sich der SkF ab Januar 2021 intensiv auseinandersetzen wird.

Der SkF e. V. im Kreis Warendorf startet am 01. Januar 2021 mit dem neuen, durch die Aktion Mensch geförderten Projekt mit dem Titel: „weiblich/männlich/divers – Entwicklung eines neuen Beratungs-, Bildungs- und Selbsthilfeangebotes für Menschen mit dem Lebensthema Trans- und Intersexualität“.

In der täglichen Beratungspraxis der Schwangerschaftsberatung, der ambulanten und stationären Kinder- und Jugendhilfen, aber auch insbesondere in den Bildungs- und Beratungsangeboten im Bereich Sexualpädagogik werden die Fachkräfte immer wieder auf das Thema Transgender, Intersexualität, Transgender etc. angesprochen. Dabei fällt besonders auf, dass man bei Kindern, Jugendlichen, Eltern und dem pädagogischen Personal in der Regel auf Nichtwissen, Vorurteile und große Unsicherheit im Umgang mit dem Thema trifft und nicht zuletzt auch im Umgang mit den Menschen, die dieses betrifft.

Als Teil einer Gesellschaft, die von Vielfalt und Veränderung geprägt ist, möchte sich der SkF e. V. im Kreis Warendorf nun als moderner Frauen- und Fachverband mit christlichen Wurzeln in den kommenden fünf Jahren diesem Thema widmen. Den Startschuss bildete nun die erste Auseinandersetzung mit dem Thema durch den Vorstand und die Geschäftsführung des SkF.

Frau Horstmann führte die Teilnehmenden der Fachtagung zunächst durch verschiedene Begrifflichkeiten wie Sex, Gender und Geschlecht und ging darauf ein, wie sich soziale Zuschreibungen und auch körperliche Zuordnungen verändern, Rollen-Stereotypen in der Gesellschaft verankert sind und sich Identitätskonstruktionen im ständigen Prozess bewegen. Im Anschluss wurden Definitionen wie LSBTI*Q, Intersexuell und Queer besprochen, woraufhin klar wurde, dass nahezu täglich neue Begrifflichkeiten in diesem Bereich hinzukommen. Die historische Betrachtung führte zu den Theorien der Philosophen des heiligen Augustinus und Thomas von Aquin und deren Ethikentwürfen.

Auf Basis der Ausführungen von Frau Horstmann entstand bei den Teilnehmenden der Fachtagung eine lebhafte Diskussion, wobei deutlich wurde, dass eine weitergehende intensive Auseinandersetzung mit dem Thema des Projektes „weiblich/männlich/divers – Entwicklung eines neuen Beratungs-, Bildungs- und Selbsthilfeangebotes für Menschen mit dem Lebensthema Trans- und Intersexualität“ gewünscht und wichtig ist und es noch viele Fragen zu beantworten gibt.

Foto: SKF

SkF, von Links: Annette Busse, Bernd Hante, Susanne Pues, Iris Horstmann (Bistum Münster), Maria Kleineidam, Luise Richard, Mona von Beverfoerde, Marie von Spies

 

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