Warendorfer besuchen Partnerprojekte in Albanien

2.000 km von Zuhause entfernt stehen Dirk Ohlmeyer und Heiner Schoppmann von den Warendorfer Maltesern in Fushë-Arrëz,einer kleinen Bergstadt in Nordalbanien. Hier besuchten Sie den Münsteraner Kapuzinerbruder Andreas Waltermann und die Ordensschwester Sr. Gratias. Seit 2013 unterstützen die Warendorfer Malteser die beiden bei der Arbeit in der sozialschwachen Gegend um Fushë-Arrëz. Durch zahlreiche finanzielle Spenden, wie zum Beispiel aus der Zahngoldaktion der Warendorfer Zahnärzte und auch der Warendorfer Kolpingsfamilie aus der Weihnachtsbaum-Sammelaktion konnten die Malteser immer wieder helfen. Schwester Gratias betreibt ein Kloster mit einem kleinen Laden und einem Kindergarten, der 75 Kinder betreut. Bruder Andreas hat hier die seelsorgerische Betreuung der Region übernommen und hilft auch handfest dort, wo es nötig ist. Durch seine vielen Fahrten in der Gemeinde sieht er genau, wo Hilfe nötig ist. Diese sieht dann wie folgt aus: Bitterarmen Familien, die in desolaten Häusern hausen, wird geholfen. Dabei werden überwiegend marode Dächer saniert, Häuser renoviert oder bestehende Häuser vergrößert. In diesem Zusammenhang muss die Definition Haus allerdings relativiert werden. Denn die Häuser könnten hier als größere Gartenlauben bezeichnen werden, die dann von bis zu drei Familien und unzähligen Personen bewohnt werden. Bruder Andreas finanziert durch unsere Spendengelder hier das Baumaterial und bezahlt die ausgebildeten Handwerker – aber nur unter der Voraussetzung, dass die Familie bei den Arbeiten mithilft und auf ihr Material achtgibt. Den Neubau von kleinen Häuschen hat Bruder Andreas eingestellt, da für die Erteilung der Baugenehmigung jetzt Gebühren anfallen, die sang- und klanglos in der korrupten Verwaltung verschwinden. „Wir haben uns einige Baustellen angesehen und uns von der richtigen Verwendung der Spendengelder überzeugt“, so Dirk Ohlmeyer, Stadtbeauftragter der Warendorfer Malteser. „Durch die Renovierung steigert sich die Lebensqualität der Bewohner und befreit von einer oft wesentlichen Sorge“, so Ohlmeyer weiter. Neben der Hilfe zur Selbsthilfe werden auch einige Familien durch persönliche Patenschaften finanziell unterstützt. Dabei hilft eine monatliche Spende von 20 Euro neben der geringen Rente den Lebensunterhalt zu bestreiten. Die Auszahlung der Gelder erfolgt vor Ort durch Bruder Andreas, so dass auch hier sichergestellt ist, dass diese Spenden für den Lebensunterhalt verwendet werden. „Von den finanziellen Schwierigkeiten sind besonders Witwen, sowie Familien mit pflegebedürftigen Angehörigen betroffen. Hier sichern die 20 Euro monatlich den Lebensunterhalt“, so Dirk Ohlmeyer nach dem Besuch der Familien. „Eine tolle und direkte Hilfe, die ich nur empfehlen kann“, so Ohlmeyer weiter. Schnell war die Zeit vor Ort vorbei und die Helfer zogen in der Heimat ein positives Fazit: Die Warendorfer Malteser unterstützen direkt und ohne Verwaltungskosten. Die finanziellen Mittel werden durch Bruder Andreas nach vorheriger Prüfung richtig verteilt. Und eins werden wir auf keinen Fall vergessen: die dankbaren Augen der Menschen, die durch die Unterstützung bei der Hausrenovierung oder durch die Patenschaften finanziellen Mittel für den Lebensunterhalt erhalten.

3-Generationen-Familie in einem Haus

Foto: Malteser

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