Winterdienst schafft Sicherheit

Verkehrsdezernent Michael Ottmann hat den Kollegen der beiden Kreisbauhöfe – auch im Namen des Landrates – für ihren Einsatz im Winterdienst in den vergangenen Wochen gedankt. Die 30 Mitarbeiter der beiden Kreisbauhöfe in Beckum und Warendorf haben seit dem 21. November 33 Winterdiensteinsätze gefahren. Allein vom 26. Dezember bis 12. Januar waren tägliche Winterdiensteinsätze, teilweise auch mehrmals täglich, erforderlich. In diesem Zeitraum wurden alleine 27 Einsätze absolviert.

Winterdiensteinsatz bedeutet in der Regel nachts um 3.00 Uhr und dann wieder abends um 17.00 Uhr auszurücken. Jeder Bauhof bedient vier große Streustrecken, die die Kreisstraßen abdecken und zwei kleinere Streustrecken, bei denen Radwege an Kreisstraßen freigehalten werden. Jede Strecke dauert, je nach Witterung, rund vier Stunden.

Am 12. Januar rückten die Kollegen bereits um 1.00 Uhr aus, sodass durch den geballten Einsatz in der Nacht von Sonntag auf Montag die Probleme durch die angekündigte Eisglätte minimiert werden konnten.

„Mit Ihrer Arbeit tragen Sie im Winter maßgeblich zur Verkehrssicherheit auf unseren Straßen und Radwegen dabei. Dafür gebührt Ihnen unser aller Dank!“, lobte Ottmann am Freitagmittag (16. Januar) den intensiven Arbeitseinsatz der Kollegen bei einem Treffen am Bauhof in Warendorf. Als kleines Dankeschön brachte der Dezernent den Männern einen Gutschein des Landrates für Grillgut mit, das in der wärmeren Jahreszeit bei einem gemeinsamen Grillabend auf den Rost kommen wird.

„Wir sind froh und dankbar, dass wir Kollegen in unseren Reihen haben, die bei Eis, Schnee und Kälte mitten in der Nacht ausrücken, damit wir allen am nächsten Morgen unsere Straßen sicher befahren können“, so Ottmann weiter.

Zu Winterbeginn lagerten insgesamt rund 1.225 t Salz in den Silos der Bauhöfe. Verbraucht wurden bislang etwa 1.070 t Salz. Es wird stets Feuchtsalz (FS30) gestreut. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Streusalz und Sole, die auf dem Streuteller des Einsatzfahrzeugs vermischt und dann ausgebracht wird. „Feuchtsalz wirkt besser auf der Fahrbahn, weil es durch die Mischung mit der Sole schneller wirkt und weniger verweht. Außerdem wird insgesamt weniger Salz benötigt als beim früher üblichen Einsatz von Trockensalz“, erklärt Amtsleiter André Hackelbusch, der für die Koordinierung der Winterdiensteinsätze verantwortlich ist. Die Sole wird auf den beiden Bauhöfen in Sole-Erzeugern aus dem dort bevorrateten trockenen Salz hergestellt.

Der Bauhof Warendorf ist zuständig für den Nordkreis, der Bauhof Beckum für den Südkreis. Die Grenze verläuft ungefähr entlang einer Linie von Sendenhorst-Albersloh bis Oelde-Lette.  An jedem Bauhof sind ein LKW mit Aufsatzstreuer, drei Unimogs mit Streuanhänger, ein Schmalspurfahrzeug mit Aufsatzstreuer und ein Bully mit Anhängerstreuer im Einsatz.

Die regelmäßige Nachbestellung von Streusalz erfolgt innerhalb von 48 Stunden. Der Kreis hat ein vertraglich zugesichertes Salzkontingent von 2.500 t für zwei Jahre. (Kreis Warendorf)

Verkehrsdezernent Michael Ottmann (r.) überreichte Christian Wölk (Bauhof Beckum) und Ulrich Redbrake (Bauhof Warendorf) einen Gutschein für Grillgut zum Dank für ihre Winterdiensteinsätze in den letzten Wochen. – Foto: Kreis Warendorf