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DGB Kreisverband Warendorf lädt zum Arbeitnehmer*innenempfang in Ahlen ein

30. April um 17:00 - 20:00

Der Tag der Arbeit am 1. Mai steht auch im Jahr 2026 im Zeichen von Solidarität, guter Arbeit und sozialer Sicherheit. Unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund dazu auf, die Interessen der Beschäftigten klar in den Mittelpunkt zu stellen.

Im Kreis Warendorf sind die Herausforderungen besonders spürbar. Viele Beschäftigte machen sich Sorgen um ihre Arbeitsplätze, steigende Lebenshaltungskosten und die Zukunft ihrer Familien. Gleichzeitig stehen Unternehmen und Betriebe vor großen Umbrüchen durch Digitalisierung, Transformation und wirtschaftliche Unsicherheit.

Der 1. Mai ist deshalb mehr als ein Feiertag. Er ist ein klarer Auftrag: Gute Arbeit sichern, faire Löhne durchsetzen und den Sozialstaat stärken. Denn die Realität zeigt, dass viele Probleme nicht durch mehr Arbeit gelöst werden können. Die Beschäftigten leisten bereits heute so viel wie nie zuvor! Gleichzeitig werden Forderungen nach längeren Arbeitszeiten und weniger Schutz laut.

Die Gewerkschaften stellen klar: Die Beschäftigten sind nicht das Problem, sondern der Schlüssel zur Lösung. Es braucht Investitionen in gute Arbeit, Weiterbildung und eine starke öffentliche Infrastruktur. Gerade in Regionen wie Warendorf ist es entscheidend, Industriearbeitsplätze zu sichern und Perspektiven für junge Menschen zu schaffen. Noch immer haben zu viele junge Menschen keinen Berufsabschluss, während gleichzeitig Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben.

Neithard von Böhlen, Vorsitzender der Eisenbahn und Verkehrsgewerkschaft NRW, betont:
„Die Kolleginnen und Kollegen halten den Laden am Laufen. Trotzdem wird ihnen immer wieder gesagt, sie müssten noch mehr leisten. Das ist falsch. Wir brauchen Investitionen, sichere Jobs und Respekt für die Arbeit der Menschen. Nicht noch längere Arbeitszeiten.“

Auch Nicole Nüßemeier, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Gütersloh-Oelde, macht deutlich:
„In unserer Region erleben wir jeden Tag, wie groß der Druck auf die Beschäftigten geworden ist. In vielen Betrieben wird Personal abgebaut oder es herrscht große Unsicherheit über die Zukunft. Gleichzeitig steigen die Anforderungen immer weiter. Die Kolleginnen und Kollegen sollen mehr leisten, flexibler sein und oft auch länger arbeiten. Das ist keine Lösung für die aktuellen Probleme.

Wir sehen doch ganz klar: Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten kommen nicht daher, dass die Menschen zu wenig arbeiten. Sie entstehen durch fehlende Investitionen, falsche Entscheidungen und eine Politik, die zu oft an den Bedürfnissen der Beschäftigten vorbeigeht. Gerade hier bei uns brauchen wir sichere Industriearbeitsplätze, gute Ausbildung und Perspektiven für junge Menschen.

Für uns ist deshalb klar: Erst unsere Jobs, dann die Profite. Gute Arbeit bedeutet faire Löhne, starke Tarifverträge und echte Mitbestimmung im Betrieb. Es bedeutet auch, dass Beschäftigte geschützt werden und nicht immer weiter belastet werden.

Und wir sagen ebenso deutlich: Wer versucht, die Gesellschaft zu spalten oder Arbeitnehmer gegeneinander auszuspielen, hat bei uns keinen Platz. Wir stehen für Solidarität, für Zusammenhalt und für eine starke Demokratie. Dafür gehen wir am 1. Mai auf die Straße.“

Kritisch bewertet der DGB auch die aktuelle Politik der Bundesregierung. Statt klare Antworten auf die wirtschaftlichen Herausforderungen zu geben, werden aus Sicht der Gewerkschaften falsche Schwerpunkte gesetzt. Diskussionen über längere Arbeitszeiten oder Einschnitte beim Sozialstaat gehen an den eigentlichen Problemen vorbei und verunsichern viele Menschen.

Gleichzeitig warnt der DGB vor rechtsextremen Kräften. Die AfD versucht gezielt, soziale Unsicherheit auszunutzen und gegen Demokratie und Zusammenhalt zu arbeiten. Die Gewerkschaften stellen klar: Wer Arbeitnehmerrechte schwächt, spaltet die Gesellschaft. Für gute Arbeit und soziale Sicherheit braucht es eine starke Demokratie und Solidarität.

Der Arbeitnehmer*innenempfang des DGB Kreisverbandes Warendorf findet statt am
Donnerstag, 30. April 2026 im Ratssaal der Stadt Ahlen.

Beginn ist um 17.00 Uhr, Einlass ab 16.45 Uhr.

Alle Beschäftigten, Betriebsräte, Auszubildenden und Interessierten aus Ahlen, Warendorf und der gesamten Region sind herzlich eingeladen, gemeinsam ein Zeichen für gute Arbeit, soziale Gerechtigkeit und Solidarität zu setzen. Um Anmeldung unter nrw.muenster@dgb.de wird gebeten.

Details

  • Datum: 30. April
  • Zeit:
    17:00 - 20:00