Riesen-SUP für Inklusionsprojekt beim Surfclub

Der Surfclub Warendorf setzt auf Inklusion und kann dazu bald ein riesiges Stand Up-Paddling Board (SUP) einsetzen. Der entsprechende Antrag beim Behindertensportverband wurde deutlich schneller bewilligt als erwartet. Das Geld für dieses Inklusionsprojekt kommt von der „Stiftung RTL – wir helfen Kindern e.V.“

Das Board ist zwei Meter breit und über fünf Meter lang. Es soll es vor allem Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen ermöglichen, Wassersport zu betreiben. Auf dem Board können bis zu vier Rollstühle festgezurrt werden. Insgesamt hat es eine Tragfähigkeit von 900 Kilo.

Weil das Handling des Riesenbretts und der Umgang mit Rollis geübt werden muss, haben der Vereinsvorsitzende Nils Goebeler und sein Vorstandskollege Rainer Westermann Ende April 2026 (25. /26. April) an einer zweitägigen Schulung am Kemnader See in Bochum teilgenommen. Geleitet wurde das Event von Adrian Wachendorf von Nature-Guides, der Entwicklerfirma des Riesen-Sups, sowie Patrick Moser, Referent beim Deutschen Rollstuhlsportverband. 

Zunächst bekamen die sieben Kursteilnehmer ein Basistraining im Rollstuhlfahren verordnet, um sich ein wenig in die Lage von Rollstuhlfahrern versetzen zu können. Danach erklärte Wachendorf das XXL-SUP und dessen Handhabung.. Das A und O ist dabei, dass die Rollstühle absolut sicher auf dem Board festgezurrt werden. Geübt wurde zudem, wie Rollifahrer und -fahrerinnen möglichst sicher und sanft aufs Board geschoben werden, welche Schwimmwesten im Notfall die besten sind und welche anderen, kleineren Stehpaddel-Bretter für Menschen mit Behinderungen in Frage kommen.

In den nächsten Wochen will der Surfclub ein konkretes Konzept für die Nutzung des Riesen-SUPs ausarbeiten und ein Team dafür auf die Beine stellen. Wenn alles klappt, könnte das Inklusions-Board noch vor den Sommerferien im Sinne der Förderrichtlinien genutzt werden.

Das Handling von Rollstuhlfahrern auf einem SUP – das haben unter anderem Nils Goebeler und Rainer Westermann (vordere Reihe, 2. und 3. von links) vom Surfclub auf dem Kemnader See in Bochum geübt.

Foto: Surfclub Warendorf