Die Stadt Warendorf trauert um ihren ehemaligen Bürgermeister Manfred Kampelmann

Foto: Stadt Warendorf

Die Stadt Warendorf trauert um ihren ehemaligen ehrenamtlichen Bürgermeister Manfred Kampelmann, der am 3. April 2020, wenige Tage vor seinem 80. Geburtstag verstorben ist.

Mit seinem Tod ist unsere Stadt um eine bedeutende Persönlichkeit ärmer geworden, um eine Persönlichkeit, die die Geschicke unserer Stadt maßgeblich mitgestaltet hat. Neben seiner verantwortungsvollen und zeitintensiven beruflichen Tätigkeit als Lehrer und stellvertretender Schulleiter am Augustin-Wibbelt-Gymnasium hat er 35 Jahre mit großartigem Engagement an der Kommunalpolitik in der Stadt Warendorf mitgewirkt, davon 25 Jahre im Rat der Stadt Warendorf und insgesamt 15 Jahre als ehrenamtlicher bzw. stellvertretender Bürgermeister.

Manfred Kampelmann begann seine ehrenamtliche Kommunalpolitische Tätigkeit 1979 als Sachkundiger Bürger im Schulausschuss. 1984 wurde er in den Stadtrat gewählt. Im Rahmen seiner politischen Mandate als Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss setzte er maßgeblich Akzente.

Daneben galt sein politisches Engagement den Themen im Kulturausschuss, Rechnungsprüfungsausschuss, Sportausschuss, Wahlprüfungsausschuss sowie als Mitglied im Aufsichtsrat der Warendorfer Energieversorgung und zahlreichen weiteren ehrenamtlichen Gremien. Seit dieser Zeit hat sich Manfred Kampelmann auch in der Funktion als Vorsitzender der CDU-Fraktion, um die Belange der Stadt Warendorf und ihrer Bürgerinnen und Bürger in hohem Maße verdient gemacht. Sein unermüdliches politisches Wirken fand vor allem darin Ausdruck, dass er in der Zeit vom 16.10.1994 bis zum 30.09.1999 das Amt des Bürgermeisters der Stadt Warendorf innehatte. Manfred Kampelmann hat sich als Repräsentant aller Bürgerinnen und Bürger gesehen und daran sein Handeln orientiert. Der ständige Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern hat ihm viel Freude bereitet. Die außerordentliche Anerkennung und Wertschätzung, die man dem Menschen Manfred Kampelmann von allen Seiten entgegenbrachte, sind seinem unermüdlichen Einsatz, seinem Pflichtbewusstsein, seiner Gradlinigkeit und seiner großartigen Hilfsbereitschaft zu verdanken. Dabei hat er auch in den Herzen der Menschen viele Spuren hinterlassen. Freundlichkeit und Warmherzigkeit waren ein Geschenk von unschätzbarem Wert. Über viele Jahre hatte er sich insbesondere für soziale Projekte wie der Wärmestube, der Unterstützung bedürftiger Bürgerinnen und Bürger, der Marienstiftung und der Aktion Kleiner Prinz eingesetzt.

Doch auch er blieb von traurigen Momenten und Problemen nicht verschont. So hat er während seiner Zeit als Bürgermeister nach langer schwerer Krankheit seine geliebte Frau verloren. Was auch immer geschah, Manfred Kampelmann hat es immer wieder geschafft, neuen Mut zu schöpfen und Schwierigkeiten zu überwinden. Hierbei haben ihm seine Familie, Freunde und Weggefährten immer wieder den dazu nötigen Halt gegeben.

Seine außerordentlichen Verdienste wurden in besonderer Weise im Jahr 2009 durch die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland durch den Bundespräsidenten gewürdigt.

Im Jahr 2009 hatte Manfred Kampelmann nach dem Motto, man soll freiwillig aufhören, so lange es Spaß macht, sich nicht mehr um ein Ratsmandat beworben. Seither konnte er sich vor allem seiner Familie, den Kindern und Enkelkindern sowie seinem Hobby, dem Fahrradfahren widmen.

Die Stadt Warendorf wird Manfred Kampelmann in Dankbarkeit stets ein ehrendes Gedenken bewahren.

Foto: Stadt Warendorf
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