Drei Viertel benötigen finanzielle Hilfe: Zweite IHK-Umfrage – Hotline auch am Wochenende

Foto: IHK

Münsterland/Emscher-Lippe-Region. – Das Coronavirus hat die regionale Wirtschaft voll erwischt. 84 Prozent der Unternehmen im Münsterland und der Emscher-Lippe-Region spüren die Folgen. Das verdeutlicht die zweite Umfrage der IHK Nord Westfalen zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf die regionale Wirtschaft.

Im Vergleich zur ersten Umfrage vor gut zwei Wochen zeigt sich jetzt, „wie rasend schnell das Virus und die notwendigen Gegenmaßnahmen die Unternehmen getroffen hat“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Fritz Jaeckel. Sein Fazit lässt sich an den Ergebnissen der Umfrage ablesen: „Viele Betriebe müssen jetzt umgehend Geld aus den bereitstehenden Rettungspaketen bekommen, wenn sie die Krise überstehen sollen.“ Online-Anträge auf Soforthilfe sind ab heute bis zum 30. April möglich.

Denn 76 Prozent der Unternehmen halten inzwischen „finanzielle Überbrückungshilfen“ für erforderlich. Vor zwei Wochen waren es nur 25 Prozent. Auch der Ruf nach weiteren Unterstützungsmaßnahmen ist lauter geworden. So ist der Anteil der Unternehmen, die sich Steuererleichterungen und -stundungen wünschen, von 22 auf 67 Prozent gestiegen.

„Die wachsende Betroffenheit der Unternehmen, aber auch den Willen, die Krise zu meistern, spüren wir ebenso bei den vielen Anrufen, die uns täglich erreichen“, berichtet IHK-Hauptgeschäftsführer Jaeckel. Über 1500 Anrufer nutzten in den ersten zehn Tagen allein die Finanzierungshotline der IHK unter 0251 707-111. Der Informationsbedarf, insbesondere zu den Rettungspaketen von Bund und Land, sei groß. Die IHK habe darum ihr Beratungsangebot ausgebaut und berate die Unternehmen auch am Wochenende: Und zwar am Samstag (28. März) von 9:00 bis 16:00 Uhr sowie am Sonntag (29. März) von 10:00 bis 15:00 Uhr.

„88 Prozent der antwortenden Unternehmen haben eine unbürokratische und einfache Umsetzung von Unterstützungsmaßnahmen gefordert“, nennt Jaeckel ein weiteres Ergebnis der aktuellen Umfrage und verspricht: „Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass die Hilfen schnell ankommen.“ Dabei rät er den Unternehmen, neben den Soforthilfen auch die vielen weiteren öffentlichen Finanzierungshilfen mithilfe der IHK-Experten zu prüfen.

www.ihk-nordwestfalen.de/coronavirus

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