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Ein starkes Rückgrat für die Sicherheit: Jahreshauptversammlung des Löschzug Vohren

Sie haben das kleinste und älteste Gerätehaus, die wenigsten Fahrzeuge und mit 26 in der Einsatzabteilung die kleinste Mannschaft. Und trotzdem ist der Löschzug Vohren unverzichtbar: Für die Bauerschaft selbst und ganz besonders auch für die Stadt Warendorf mit zentraler Bedeutung für die Altstadt. Sogar im Nachbarort Beelen und in den Ortsteilen zählt man auf die Kameraden – eine Feuerwehrfrau haben die Vohrener noch immer nicht in ihrem Team. Denn die Einsatzstatistik zeigt, dass sie auch dort immer wieder zur Unterstützung gebraucht werden.

Eine Mannschaft, auf die Einheitsführer Daniel Micke stolz sein kann und die ihn, wie seinen Vorgänger Michael Laumann, mit Dank erfüllt. Das stellte Micke zu Beginn der ersten Jahreshauptversammlung des Löschzuges unter seiner Führung deutlich heraus.

Er blickte, wie später auch Timo Krüllmann Große-Frie, der für den verhinderten Markus Frese den Jahresbericht verlas, auf ein Jahr zurück, das mit 428 Einsatzstunden bei 40 Alarmierungen sieben mehr Einsätze als im Vorjahr aufwies. Darunter zwar einige Fehlalarme von Brandmeldeanlagen, aber auch vier echte Feuer, davon eines in einer Senioreneinrichtung, das von einer solchen Anlage gemeldet worden war. Mit einer durchschnittlichen Zeit von nur 8,6 Minuten zwischen Alarmierung und Eintreffen bewies der Löschzug erneut seine Bedeutung und Schlagkraft. Sorgen macht der Wehr, wie in den anderen Außenbereichen Warendorfs, der Zustand der – meist ausgetrockneten – Löschteiche. Auch insofern darf die gute Beteiligung beim Leistungsnachweis in einem besonderen Licht gesehen werden, wie Wehrführer Frank Sölken erläuterte. Die jährliche Veranstaltung trainiere immer wieder Basiswissen, darunter den schnellen Aufbau einer Wasserversorgung. „Feuerwehr kommt nicht ohne Wasser aus“, unterstrich Sölken, der auf die 28 ausgetrockneten von insgesamt 30 Löschteichen im Warendorfer Norden verwies. „Nicht nur schlimm, sondern dramatisch“, schätzte er diese Lage ein.

Den Fokus seines Grußworts legte er auf die Themen Resilienz und Kameradschaft. Deren Bedeutung und den Wert der Ehrenamtlichkeit hatte auch Micke zu Beginn betont. Er bat, diese Werte zu schützen, mitzumachen und ein gutes, starkes Bild nach Außen zu zeigen. „Das motiviert auch neue Leute bei uns mitzumachen“, sagte er den Kameraden.

Möglicherweise könnten unter den neuen Leuten ja dann auch Frauen sein.

Wehrführer Frank Sölken überreichte Die Urkunden und Leistungsabzeichen an Gruppenführer Daniel Micke, sowie an die anwesenden Tom Picker und Florian Micke (beide Silber), Markus Arens (Gold, 10 Teilnahmen) und Thomas Hartmann (Gold, 15 Teilnahmen) (von links)

24 Prozent schmackhafte Vohrener Schräge für 100 Prozent Dienstbeteiligung – und das nicht zum ersten Mal. Ulrich Affhüppe (links) erhielt von Einheitsführer Daniel Micke ein verdientes Präsent.

Fotos: Rieder