59 Einsätze, 2216,7 geleistete Dienst- und Einsatzstunden und ein Löschzug, der sich personell wie strukturell gut aufgestellt zeigt – die Jahreshauptversammlung des Löschzugs Freckenhorst in der Gaststätte Dühlmann machte einmal mehr deutlich, wie lebendig und engagiert die Feuerwehr vor Ort ist. 60 aktive Mitglieder standen im vergangenen Jahr bereit, die vorhersehbaren, aber eben auch die unvorhersehbaren Aufgaben zu lösen.
Weitere Verstärkung ist in Sicht: Die vor gut einem Jahr gegründete Kinderfeuerwehr zählt inzwischen 16 Mitglieder und bereichert das Miteinander, ebenso wie die Ehrenabteilung mit ihren 19 Kameraden. Letztmalig trug Martin Weiser deren Jahresbericht vor. Künftig übernimmt Edmund Becker das Amt des Schriftführers.
Im Rahmen der Versammlung standen zudem Wahlen und Ehrungen auf der Tagesordnung. Zum neuen Einheitsführer wählten die Mitglieder Sebastian Hoeps. Ihm zur Seite steht künftig Thomas Reimer als Stellvertreter.
Für langjährige Treue zur Feuerwehr wurden Ludger Greskamp (60 Jahre), Josef Brinkmann (50 Jahre), Rainer Bispink (40 Jahre), Matthias Kalthöner (35 Jahre), Christian Klemann (25 Jahre) und Martin Kofoth geehrt. Das Leistungsabzeichen in Silber für die dreimalige erfolgreiche Teilnahme am Leistungsnachweis erhielt Lars Möller aus den Händen von Feuerwehrchef Frank Sölken. Die Auszeichnung für die beste Dienstbeteiligung im vergangenen Jahr ging an Jens Debbert und Max Reinker.
Allerdings müssen sich die Freckenhorster Wehrleute auf eine Veränderung einstellen: Nach 15 Jahren in der Einheitsführung, davon acht Jahre als Einheitsführer, verabschiedete sich Christian Reinker aus der ersten Reihe. In seiner bewegten Abschiedsrede blickte er mit Stolz und Dankbarkeit auf eine intensive Zeit zurück. Besonders die nahezu vollständige Erneuerung des Fahrzeugparks und die Einrichtung verschiedener Arbeitskreise hob er dabei hervor. „Es ist super, wenn man Unterstützung hat und Arbeitskreise, bei denen man nicht selber mitwirken muss und auf die man sich verlassen kann“, sagte er und dankte seinen Kameraden ebenso wie seiner Familie. Neben Anerkennung ließ er auch mahnende Worte anklingen: Mit Blick auf den geplanten Neubau des Gerätehauses wurde deutlich, wie sehr sich der Löschzug eine verlässliche und zügige Umsetzung wünscht. Nachdem man im Vertrauen auf eine zeitnahe Realisierung bereits Kompromisse – wie die Aufgabe der eigenen Werkstatt – eingegangen sei, sehe man sich inzwischen stärker in der Rolle des Nutzers als des Mitgestalters. Das erhöhe den Abstimmungsbedarf mit der Stadt erheblich. Immerhin versicherte SPD-Ratsmitglied Christian Elsner, als einziger Vertreter der Freckenhorster Politik anwesend, dass an der Feuerwehr nicht gespart werden dürfe.

Mit langanhaltendem Applaus verabschiedeten die Mitglieder ihren scheidenden Einheitsführer Christian Reinker. Seine bisherigen Stellvertreter Christoph Peveling (links) und sein Nachfolger Sebastian Hoeps (rechts) überreichten ihm ein Geschenk.

Gratulationen für langjährige Mitglieder: Thomas Reimer, Christoph Peveling (beide stellvertretende Einheitsführer), Rainer Bisping (40 Jahre), Sebastian Hoeps (Einheitsführer), Christian Klemann (25 Jahre), Martin Kofoth (10 Jahre), Matthias Kalthöner (35 Jahre), Ludger Greskamp (60 Jahre) Chrisitan Reinker (scheidender Einheitsführer) und Josef Brinkmann (50 Jahre) (v.li.)

In einer bewegten Rede nahm Christian Reinker Abschied vom Amt als Einheitsführer und hielt auch mit Kritik über die stockenden Planungen des Gerätehaus-Neubaus nicht hinterm Berg.
Fotos: Rieder

