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Hoffest am 11. Oktober am Emshof: Eigene Äpfel bringen – eigenen Apfelsaft mitnehmen

11. Oktober um 11:00 - 17:00

Äpfel aus dem eigenen Garten mitbringen und wenig später den eigenen Saft wieder mit nach Hause nehmen: Am Sonntag, 11. Oktober 2026, lädt der Emshof von 11 bis 17 Uhr zu seinem herbstlichen Hoffest ein. Im Mittelpunkt stehen der Apfel, die große mobile Apfelpresse und die Frage, wie Klimaveränderungen Obstbau, Streuobstwiesen und biologische Vielfalt beeinflussen. Der Eintritt ist frei.

In vielen Gärten und auf Streuobstwiesen sind in diesem Jahr Äpfel bereits frühzeitig von den Bäumen gefallen. Hitze, Trockenheit und andere Witterungsextreme können Obstbäume erheblich unter Stress setzen und wirken sich zunehmend auf Anbau und Ernte aus. Damit wird der Apfel auch zum anschaulichen Beispiel dafür, wie unmittelbar klimatische Veränderungen in Landwirtschaft und Gartenbau spürbar werden.

Unter dem Motto „Apfel 2026 – Indikator für den Klimawandel“ verbindet der Emshof deshalb sein traditionelles Hoffest mit Informationen und Aktionen zu Nachhaltigkeit, biologischer Vielfalt und Klimaanpassung.

Aus eigenen Äpfeln wird eigener Saft

Ein besonderer Anziehungspunkt ist auch in diesem Jahr der „Saftjäger“ aus Salzkotten. Die mobile Apfelpresse kommt bereits zum dritten Mal auf den Emshof. Besucherinnen und Besucher können ihre eigenen Äpfel mitbringen, vor Ort pressen und den daraus gewonnenen Saft anschließend mit nach Hause nehmen.

Gepresst werden Mengen ab etwa 50 Kilogramm Obst. Aus 50 Kilogramm Äpfeln entstehen – abhängig von Sorte und Beschaffenheit der Früchte – ungefähr 30 bis 35 Liter Saft.

Für das Pressen der eigenen Äpfel sollte vorab ein Termin beim Saftjäger reserviert werden. Die Buchung ist online möglich:

Termin für das Apfelpressen buchen

Streuobstwiesen als Lebensraum

Beim Hoffest geht es jedoch nicht nur um Apfelsaft. Der Emshof möchte auch auf die ökologische Bedeutung von Streuobstwiesen aufmerksam machen. Sie zählen zu den besonders artenreichen Kulturlandschaften Mitteleuropas und bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Nahrung, Schutz und Lebensraum. Zugleich tragen sie dazu bei, alte und regionaltypische Obstsorten zu erhalten.

Gerade diese Vielfalt gewinnt angesichts veränderter klimatischer Bedingungen an Bedeutung. Unterschiedliche Sorten reagieren unterschiedlich auf Hitze, Trockenheit, Krankheiten und andere Umweltbedingungen. Der Erhalt alter Sorten ist deshalb nicht nur Teil unseres kulturellen Erbes, sondern auch ein Beitrag zur biologischen Vielfalt.

Auch als regionales Lebensmittel steht der Apfel beispielhaft für nachhaltige Ernährung: Er kann vor Ort erzeugt werden, lässt sich vergleichsweise gut lagern und auf vielfältige Weise verarbeiten.

Hoffest für die ganze Familie

Rund um die Apfelpresse bietet der Emshof ein abwechslungsreiches Programm für Familien, Garten- und Naturinteressierte. Bei Führungen kann der Hof kennengelernt werden, die Besucherinnen und Besucher können den Tieren des Emshofs begegnen und für Kinder gibt es unter anderem eine große Strohburg.

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Angeboten werden unter anderem hausgemachter Kuchen, Suppe und Bratwurst.

Als BNE-Regionalzentrum für den Kreis Warendorf verbindet der Emshof bei dem Aktionstag praktisches Erleben mit Fragen nachhaltiger Entwicklung: Woher kommen unsere Lebensmittel? Welche Bedeutung hat Artenvielfalt? Wie verändern sich Landwirtschaft und Gartenbau durch den Klimawandel? Und was können Streuobstwiesen und alte Obstsorten dazu beitragen, unsere Kulturlandschaft vielfältig und widerstandsfähig zu erhalten?

Informationen auf einen Blick
Veranstaltungsort: Emshof, Kreis Warendorf (Telgte)
Termin: Sonntag, 11. Oktober 2026
Uhrzeit: 11:00–17:00 Uhr
Eintritt: frei (nur Saftpressen & Verpflegung kostenpflichtig)
Infos & Saftpress-Terminbuchung: www.saftjaeger.de/events.php
Zielgruppen: Familien, Apfelbaumbesitzer*innen, Kitas, Schulen, Gärtnerinnen, Naturfreunde

Details

  • Datum: 11. Oktober
  • Zeit:
    11:00 - 17:00

Veranstaltungsort