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Für den Notfall so gut wie möglich vorsorgen / Interview mit Petra Schreier, Krisenstabsleiterin des Kreises Warendorf

Frau Schreier, Sie sind als Ordnungsdezernentin Leiterin des Krisenstabes. Wann haben Sie den Krisenstab des Kreises Warendorf einberufen?
Wir haben hier seit Anfang Februar eine interne Koordinierungsgruppe, die wir später als Krisenstab hochgefahren haben. Das war zu einer Zeit, als im Kreis Warendorf noch gar kein Ausbruchsgeschehen zu erkennen war.

Wer nimmt an den Sitzungen teil?
Wir sind im Krisenstab ca. 20 Personen. Anlassbezogen können wir die Gruppe, die mit ausreichend Abstand tagt, erweitern. Vertreten sind u.a. die Bereiche Rettungsdienst, Leitstelle, Feuerwehr und Gesundheitsamt. Zudem sind die Polizei sowie die Krankenhäuser und Hilfsorganisationen im Kreis mit jeweils einem Vertreter im Krisenstab. Auch die Bundeswehr ist über unser Kreisverbindungskommando eingebunden. Außerdem sind wir in sehr engem Austausch mit der kassenärztlichen Vereinigung, den Praxisnetzwerken der niedergelassenen Ärzte sowie mit den Städten und Gemeinden im Kreis.

Was leistet der Krisenstab?
Unser Ziel ist es, das Bestmögliche für die Bürgerinnen und Bürger im Kreis zu tun und vor die Lage zu gelangen. Wir haben zu diesem Zweck vor zwei Wochen eine Abstrichstelle in Beckum eingerichtet, um insbesondere unsere Hausärzte im Kreis Warendorf zu entlasten. Gerade geht es zum Beispiel darum, in Telgte eine weitere Abstrichstelle im Kreisgebiet einzurichten, um Bürgerinnen und Bürgern mit einer entsprechenden Indikation die Möglichkeit zu bieten, Abstriche nehmen zu lassen. Dazu können wir in Kürze mehr sagen. Zudem haben wir in der ehemaligen Regenbogenschule in Beckum vorsorglich eine Quarantäne-Station eingerichtet. Hier stehen für den Notfall 44 Betten bereit. Eine unserer Hauptaufgaben zurzeit ist auf jeden Fall, persönliche Schutzausrüstung zu besorgen für die Mitarbeiter im Rettungswesen oder in den Krankenhäusern. Gleiches gilt für Desinfektionsmittel, das äußerst schwierig zu beschaffen ist. Eine weitere wichtige Aufgabe ist derzeit in Kooper
ation mit den Krankenhäusern weitere Ressourcen in den Krankenhäusern für Covid-19-Patienten freizuziehen: Intensivbetten und Beatmungsplätze zu schaffen und somit vor die Lage zu kommen.

Wie sieht es mit der Bürger-Hotline aus?
Wir haben unsere Hotline des Gesundheitsamtes verstärkt. Über 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dort jetzt im Einsatz. Sie sind für die Bürgerinnen und Bürger Ansprechpartner – sieben Tage die Woche von 8 bis 18 Uhr unter der bekannten Rufnummer 02581/53-5555. (Kreis Warendorf)


Über die wichtigsten Aufgaben des Krisenstabs des Kreises Warendorf berichtet dessen Leiterin Perta Schreier. – (Foto: Kreis Warendorf)

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