Große Bauern-Demo in Berlin

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Sendker trifft Landwirte aus dem Kreis vor dem Brandenburger Tor

Berlin/Kreis Warendorf. Ihre Situation ist angespannt und das haben sie heute eindrucksvoll in Berlin demonstriert. Zu einer großen Kundgebung fanden sich mehrere tausend Landwirte mit ihren Traktoren und einem großen Hubkonzert am Brandenburger ein und brachten so das „Land“ in die Stadt. Mit dabei auch zahlreiche Landwirte aus dem Kreis Warendorf. Einen Teil von ihnen traf der heimische Bundestagsabgeordnete Reinhold Sendker (Westkirchen) und informierte sich aus erster Hand über die Stimmung. Und diese sei zunehmend schlecht, berichteten Thomas Steinhoff, Matthias Finkenbrink, Egbert Lammert, Bernd Degener und Thomas Schulze Frölich. Der Bestand der bäuerlichen Familien schrumpfe, Lidl & Co. machten die Preise kaputt. Die heißen Sommer in diesem und letzten Jahr hätten die Situation zusätzlich verschärft und Forderungen aus Brüssel nach strengeren Düngeregeln, das Insektenschutzprogramm, das Klimaschutzpaket und das Mercusor-Abkommen täten ihr übriges. Soweit die nüchterne Bilanz. Hinzu kämen eine permanent negative Stimmungsmache und ein Bauern-Bashing, welches derzeit groß in Mode sei. Bei Sendker, der seine Wurzeln selber in der Landwirtschaft hat, stieß man mit dieser Kritik und der Forderung nach mehr Respekt auf großes Verständnis. Sein Leitbild sei eine Agrarpolitik, die auf wissenschaftlichen Fakten aufbaue, machte der Westkirchener deutlich.  Diese müsse sowohl den Bedürfnissen von Landwirten als auch von Verbrauchern Rechnung tragen und vor allem die gute fachliche Praxis berücksichtigen. Mit Blick auf die oftmals fehlende Wertschätzung gegenüber dem Berufsstand der Landwirte setzt der Bundestagsabgeordnete auf eine gesellschaftspolitische Neuausrichtung. „Wir müssen landwirtschaftliche Familienbetriebe langfristig stärken und den Landwirten die gesellschaftliche Anerkennung geben, die sie verdienen“, so Reinhold Sendker nachdrücklich. Vor allem müsse die Politik für mehr Verlässlichkeit und Planungssicherheit für die landwirtschaftlichen Betriebe sorgen, war man sich einig.

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