Grußwort der Bürgermeisterin aus Beelen

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

2018 war ein Jahr der Umbrüche. Nach einer langen Zeit der Stabilität gerät Deutschland ins Wanken. Verunsicherung macht sich breit. Egal, ob in der Politik, in der Wirtschaft oder im Sport. Ich erinnere nur an das Ende der Ära Merkel, das Ende der Volksparteien und das Ende des Fußball-Weltmeisters. 

Aber sind das wirklich die Dinge, die uns jetzt zum Jahresende zuerst einfallen? Wahrscheinlich denken wir an einen Reigen aus  zahlreichen fröhlichen und wohl auch leidvollen Ereignissen.  Das reicht von der Geburt eines Kindes im Familienkreis bis zum Abschied von einem geliebten Menschen. Dazwischen gibt es für jede und jeden von uns  viele Erlebnisse, die wichtig sind. 

Mir persönlich ist bei der Vorbereitung dieses Grußwortes etwas ganz anderes ins Auge gefallen,  was spektakulär abgenommen hat. Und zwar mein Kalender. Mittlerweile ist er ganz dünn. Ein deutliches Zeichen für ein zu Ende gehendes Jahr. Wie von Zauberhand ist nur noch ein Blatt übrig – der Dezember.

Im Zurückschauen hat im Jahr 2018 wieder einmal ein Termin den anderen gejagt. Es gab viele unterschiedliche Erlebnisse, Begegnungen und Besprechungen. Es gab Pflichttermine und freudige Anlässe. Es gab Überraschendes und Wiederkehrendes – all das nahm bei mir und sicherlich auch bei Ihnen viel Zeit in Anspruch. Für Langeweile war kein Platz. Oft war es sicherlich bei uns allen zu viel und es blieb keine Zeit zum Durchatmen. 

Solch einen prall gefüllten Kalender mit wichtigen Dingen bepackt hatte auch unsere Gemeinde. Höhepunkte waren sicherlich das Kirchenjubiläum und auch die Traditionsfeste Jans to Beilen und das Schützenfest. Das sind nur einige Beispiele von einer Vielzahl an Veranstaltungen. Wenn ich auf  unseren Beelener Kalender schaue, muss ich sagen: „Hier wird es keinem langweilig!“

Denken wir an den Sommer 2018. „Heißzeit“ ist zum Wort des Jahres gekürt worden. Was haben wir im Sommer nicht unter der großen Dürre und Hitze so manches Mal gelitten und gestöhnt.

Eine „Heißzeit“ kann es aber auch bei Bewältigung von Aufgaben geben. So war es auch bei uns in der Gemeindeverwaltung, besonders wenn nicht alles läuft, wie es geplant ist. Dabei meine ich zum Beispiel unseren Schulumbau mit neuer Mensa. Doch hier muss ich an den Ausspruch von Paul Claudel, dem französischen Diplomaten und Dichter denken, der sagte „Gott schreibt auch auf krummen Zeilen gerade“. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass trotz allem Stresses und aller Fehlschläge am Ende ein wunderbares Schulgebäude unser Eigentum hier in Beelen ist. Und die Zukunft der Kinder und ihre Bildung liegt mir sehr am Herzen. So freue ich mich auch, dass wir die Planung einer neuen Kindertagesstätte in die Hand genommen haben.

Gern erinnere ich mich an die erfolgreiche Erstellung des Dorfentwicklungskonzeptes (IKEK), welches mit seinen zahlreichen Projekten und Ideen zeigt, wie viel Potenzial und Tatkraft in unserer Gemeinde stecken. Eine engagierte und offene Bürgerschaft will „Gutes bewahren und Zukunft gestalten“ für unser Beelen.

Die Erschließung von Flächen für Wohnbebauung im Wohngebiet  Seehusen ist in der Umsetzung. Hier sind Bauplätze für 12 Wohneinheiten in der Vergabe. Die Ausweisung weiterer Wohnbauflächen ist in Vorbereitung, damit die hohe Nachfrage bedient werden kann.

Dankbar bin ich, dass unsere Handwerksbetriebe und mittelständischen Unternehmen im zurückliegenden Jahr in Beelen und der Umgebung volle Auftragsbücher verzeichnen konnten. Das wirkt sich positiv auf den Arbeitsmarkt aus. In vielen Branchen müssen Firmen inzwischen intensiv suchen, um offene Stellen besetzen zu können.

Auch die Tatsache, dass Flüchtlinge und Asylbewerber von der positiven Situation auf dem Arbeitsmarkt profitierten, ist erfreulich. Das gilt auch für uns in Beelen. Viele sprechen inzwischen gut Deutsch und gehen einer geregelten Tätigkeit nach. Die Bundesagentur für Arbeit meldet hier positive Zahlen. Auch etliche Lehrstellen, auch bei uns in Beelen, sind mit Flüchtlingen und anderen Migranten besetzt. Den Berufseinstieg haben sie binnen kurzer Zeit geschafft.

Herzlich Danke sagen möchte ich zum Jahresende allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Hilfsorganisationen und auch allen Ehrenamtlichen in den vielen Bereichen unserer Gesellschaft. 

Das Jahr 2018 ist alt geworden und so mancher überlegt sich, was er im nächsten Jahr ändern möchte.Vorsätze, Gedanken werden hin und her geschoben.Wenn wir aber ehrlich sind, kommen viele Vorsätze alle Jahre wieder.Dabei ist im Leben nur Gesundheit und Glück wichtig!Der Rest kommt, wann er kommen soll. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen alle „een glüksiälig ni Jaor“ – ein glückseliges neues Jahr! 

Ihre Bürgermeisterin 

Elisabeth „Liz“ Kammann 

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