Integration ist gar nicht schwer – „Caritas in Bewegung“ – Gemeinsamer Spaziergang am Emssee

Der Alltag bietet meist wenig Möglichkeiten, sich zu bewegen. Zu vieles passiert im Sitzen. Und dann ist man zu müde und auch zu träge, um sich zu aktivieren. Auch den Mitarbeitern der Dienste und Einrichtungen des Caritasverbandes im Kreisdekanat Warendorf geht das mitunter so. Deswegen hat eine Planungsgruppe vor einem Jahr begonnen, Ideen zu sammeln, wie man die „Caritas in Bewegung“ bringen kann. Vom 26. Mai bis zum 30. Juni finden im Kreisdekanat insgesamt sechzehn inklusive Aktivitäten statt. Darüber hinaus sollen die gemeinsamen Aktivitäten die Menschen miteinander in Verbindung bringen. Ulrike Klemann vom Fachdienst Integration und Migration (FIM) der Caritas und Alexander Machelett von der Erziehungshilfe St. Klara machen sich am Dienstagmorgen auf den Weg zum Treffpunkt am HOT Jugendzentrum. Dort werden sie von den Müttern und ihren Kindern des Brückenprojektes sehnsüchtig erwartet. Insgesamt siebzehn Erwachsene und zwanzig Kinder unterschiedlicher Nationen machen sich an diesem Vormittag zusammen auf den Weg. Klemann und Machelett haben einen Bollerwagen, hoch gefüllt mit Getränken, Keksen und Süßigkeiten dabei. Das Gefährt wird sofort von den Kindern in Beschlag genommen. Nehmen dürfen sich die Kinder davon allerdings erst etwas, wenn das Ziel erreicht ist aber ziehen dürfen sie den Wagen. Und das tun sie auch mit vollem Engagement bis zum Emssee und seinem großen Piratenspielplatz. Gut gelaunt zieht die Gruppe los. Und entgegen der Vorhersage spielt auch das Wetter mit. Es ist trocken und zwischendurch lässt sich auch ein wenig die Sonne blicken.
Die Frauen unterhalten sich angeregt. Trotz der unterschiedlichen Nationen gibt es keine wirklichen Sprachbarrieren. Irgendjemand ist immer da zu übersetzen und erklären, wenn es mal „hakt“. Das gemeinsame Tun und Erleben lässt schnell alle Barrieren fallen – sofern überhaupt welche vorhanden waren. Den Kindern ist es sowieso egal. Sie laufen lachend voraus, dem Spielplatz entgegen. So dauert es nicht lange, bis die Gruppe ihr Ziel erreicht hat. Während die Frauen Decken ausbreiten und es sich darauf gemütlich machen, erobern die Kinder das Piratenschiff und die Klettergerüste. Die ganz kleinen fühlen sich in der Sandkiste wohl. Es herrscht eine entspannte Atmosphäre unter den Frauen und bei den Kindern sowieso. Zu der äußeren Bewegung kommt durch das Kennen lernen und die Kommunikation auch die innere Bewegung. Und nach der ersten Spiel-, Kletter- und Tobe- Runde wird dann auch das Verdeck vom Bollerwagen genommen und die Kinder dürfen sich über die Kekse und die Gummibärchen hermachen. Für die meisten der Erwachsenen ist derzeit Ramadan. Das gilt für die Kinder nicht. Sie dürfen es sich schmecken lassen. Leider geht der Vormittag für alle viel zu schnell vorbei. Aber nach der gelungenen Premiere sind sich alle sicher: Das machen wir noch einmal. Und dann haben auch die Erwachsenen sicher etwas zu Schlemmen dabei.
Unser Foto zeigt: Gemeinsam setzten sich alle in Bewegung, voran die Kinder mit dem Bollerwagen
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