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kfd Münster und Maria 2.0 – Aktion: Thesenanschlag 2.0 an Deutschlands Kirchentüren

Foto: kfd

Viele Gruppen der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands und Maria 2.0-Unterstützerinnen hängen heute Thesen an Dom- und Kirchentüren.
Mit diesem Thesenanschlag im gesamten Bundesgebiet weisen sie auf die eklatanten Missstände in der katholischen Kirche hin und untermauern die gemeinsamen Forderungen nach Reformen.

„Es ist wieder Zeit für eine Kirchenreform!“, konstatiert Judith Everding, Vorsitzende des kfd-Diözesanverbandes Münster e. V., als sie am Sonntag morgen die sieben Thesen an die Türe der Amelsbürener St. Sebastian Kirche hängt.
„Wir stehen an einem ähnlichen Punkt wie vor über 500 Jahren Martin Luther. Der Reformer kritisierte die große Macht der Kirchenmänner und wollte eine theologische Diskussion anregen. Auch wir als kfd und Unterstützerinnen der Bewegung Maria 2.0 stehen vor den Toren unserer Kirchen und prangern den Missbrauch in der katholischen Kirche und deren Vertuschung (wie bereits in unserer bundesweiten #MachtLichtAn-Aktion 2019). Wir möchten die Bischöfe der Vollversammlung jetzt ganz klar zu entschlossenem Handeln ermutigen! Wenn nicht noch mehr Menschen austreten sollen, brauchen wir JETZT eine Umkehr zu einer zukunftsfähigen, geschwisterlichen und vielgestaltigen Kirche.“ Andrea Voß-Frick, Initiatorin der Maria 2.0-Bewegung hängte die sieben Thesen an den St. Paulus Dom in Münster, Sitz von Bischof Felix Genn und bekräftigt: „Wir brauchen eine Re-Form im Sinne einer Rückbesinnung auf die Wurzel unseres Glaubens – dass die Kirche eine Gestalt annimmt, die die Liebe Gottes in der Welt sichtbar macht und nicht in Angst und Macht erstarrt. Nach 500 Jahren wird es doch mal wieder Zeit für Reformen, die diesen Namen auch verdienen!“

Am Wochenende vor der virtuellen Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz (23. – 25.02.2021) wenden sich die Reformbewegung und der katholische Frauenverband im Bistum Münster mit ihren Forderungen nach Veränderungen in der Kirche erneut an die Öffentlichkeit. Viele Unterstützerinnen der Bewegung Maria 2.0 und thematisch angeschlossene kfd-Gruppen veröffentlichen „Sieben Thesen Maria 2.0 – an alle Menschen, die guten Willens sind“ an den Türen ihrer Ortskirchen – z.B. in Tecklenburg, Münster-Amelsbüren, Ibbenbüren, Sassenberg und dem Münsteraner St. Paulus Dom. Mit dem Thesenanschlag an Dom- und Kirchentüren untermauern die Reformbewegung Maria 2.0 bundesweit und der kfd-Diözesanverband im Bistum Münster ihre Forderungen nach Reformen hin zu einer zukunftsfähigen Kirche und weisen auf die Missstände in der katholischen Kirche hin. Ziel ihres Engagements ist eine geschlechtergerechte Kirche mit dem Zugang für alle Menschen zu allen Ämtern, sowie die Aufklärung, Verfolgung und Bekämpfung der Ursachen von sexualisierter Gewalt. Darüber hinaus wird eine wertschätzende Haltung gegenüber selbstbestimmter, achtsamer Sexualität eingefordert sowie die Aufhebung des Pflichtzölibats. Dass Luther seine Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg genagelt haben soll, ist wohl eher eine Legende, aber seine Thesen haben etwas Großes in Bewegung gesetzt. Das wollen auch die Mitstreiter*innen von Maria 2.0. Aus ihrer Sicht ist es notwendig, dass die Deutsche Bischofskonferenz endlich beginnt, sich ernsthaft mit den in der katholischen Kirche notwendigen Reformen auseinanderzusetzen, und den Willen zu Veränderungen durch Taten bezeugt.

Die Bewegung Maria 2.0 tritt für Reformen in der katholischen Kirche ein. Sie ist eine bundesweit vernetzte Graswurzelbewegung. Zahlreiche Maria 2.0-Gruppen, auch innerhalb des kfd-Diözesanverbandes Münster, machen seit dem Kirchenstreik im Mai 2019 immer wieder mit unterschiedlichen Aktionen in Kirchengemeinden und im Bistum auf ihre Forderungen aufmerksam. www.mariazweipunktnull.de

Der kfd-Diözesanverband Münster e. V. ist mit rund 92.000 Mitgliedern in rund 450 pfarrlichen Gruppen der größte Verband im Bistum Münster. Er verhält sich nicht neutral zu den drängenden Problemen unserer Zeit, sondern vertritt eigene (kirchen-) politische Standpunkte. Als größter katholischer Frauenverband in Kirche und Gesellschaft meldet er sich regelmäßig zu Wort. www.kfd-muenster.de

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