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Klimaschutz fängt beim eigenen Verhalten an

Architekturstudierende der FH Münster erreichen mit App „Klimaheroes“ Platz 1 beim Münsterhack.

Münster. Immer mehr Menschen setzen sich für den Klimaschutz ein. Jede und jeder Einzelne trägt dazu bei – indem man zum Beispiel weniger Fleisch isst, nicht so häufig mit dem Auto fährt oder seltener Streaming Dienste nutzt. Doch ändert sich wirklich etwas, wenn es um das eigene Leben geht? Eher nicht, dachten sich Studierende des Fachbereichs Architektur der FH Münster, der Münster School of Architecture (MSA). Auf dem Weg zu einem klimafreundlicheren Verhalten müsse es Hilfe geben, so das 10-köpfige Team. Also entwickelten die Mitstreiterinnen und Mitstreiter aus verschiedenen Bereichen die App „Klimaheroes“ – und landeten damit auf dem ersten Platz beim Münsterhack im September. Über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Mentorinnen und Mentoren trafen sich digital, um Prototypen und Software-Demonstrationen für die „Smarte Stadt von Morgen“ vorzustellen.

„Für uns ist das ein großer Erfolg und ein tolles Signal, dass unsere Idee ankommt“, sagt Sven Könning. Das Team konzipierte innerhalb von 36 Stunden – so die Vorgabe im Wettbewerb – mit der App eine Lösung, um das Leben in Münster besser zu machen. Die Idee: „Klimaheroes“ gibt Ziele vor und unterstützt mit optimierten Fragen und Belohnungen. „Man kann zum Beispiel das Ziel auswählen, die Wäsche nur noch bei 30 Grad anstatt bei 40 Grad zu waschen. Für jedes Mal gibt es Punkte – und nach einer bestimmten Anzahl Belohnungen, zum Beispiel einen kostenlosen Kaffee bei einem der Partner von ‚Klimaheroes‘“, so Könning. Damit man nicht allein ist im Kampf gegen den Klimawandel, ist ein direkter Vergleich mit Freundinnen, Freunden, Nachbarinnen und Nachbarn möglich – das sorgt für Wettbewerb und Spaß. „Außerdem haben wir zusätzliche Infos eingebaut, zum Beispiel können Nutzerinnen und Nutzer die gesamte Klimabilanz von Münster einsehen.“

Beim Münsterhack war die Begeisterung groß. „Jetzt machen wir weiter. Unser nächstes Ziel ist es, Partner zu finden, die uns unterstützen.“ Klappt das, steht der Beta-Phase nichts mehr im Wege: Dann testen und verbessern die Studierenden ihre App, bevor sie anschließend für jeden downloadbar ist.

Sven Könning zeigt die App „Klimaheroes“, die er gemeinsam mit neun weiteren Mitstreiterinnen und Mitstreitern entwickelt hat. (Foto: FH Münster/Katharina Kipp)

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