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Leitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst nimmt Betrieb auf / „Mehr Sicherheit für den Kreis“

Nach fast genau zwei Jahren Bauzeit nimmt die Leitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst des Kreises Warendorf in den kommenden Wochen den Echtbetrieb im Erweiterungsbau auf. Landrat Dr. Olaf Gericke stellte den Neubau am Kreishaus vor. „Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steht ein ansprechendes, topmodernes und helles Gebäude zur Verfügung. Und die Ausstattung ist auf dem neuesten Stand der Technik“, betonte der Landrat.

Die Zahl der Disponentenplätze – also der Arbeitsplätze, an denen Notrufe über die 112 und andere Anrufe angenommen werden – erhöht sich von bislang sechs auf zehn. Hinzu kommt ein weiterer, durch eine Glaswand abgetrennter Arbeitsplatz für den Lagedienstführer. „So sind wir auch in Spitzenzeiten und im Katastrophenfall bestmöglich gerüstet. Täglich erreichen uns im Schnitt 150 bis 200 Anrufe“, erklärt Jens Holtkötter von der Leitstelle. Die aktuelle Lage haben die 34 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dem hohen und mehr als 200 Quadratmeter großen zentralen Betriebsraum jederzeit über eine große Medienwand im Blick. Dort werden je nach Lage die Standorte der Einsatzfahrzeige, Wetterdaten und andere aktuelle Informationen – zum Beispiel über Krankenhauskapazitäten – sowie eine Kreiskarte mit verschiedenen Optionen zur Lagedarstellung angezeigt – und das an sieben Tagen in der Woche 24 Stunden.

Die Nutzfläche des Neubaus beträgt insgesamt etwa 1000 Quadratmeter. „Im Obergeschoss gibt es neben dem großen Betriebsraum einen Stabsraum für den Stab der Einsatzleitung der Feuerwehren, der bei besonderen Lagen gebildet wird“, berichtet Kreisbrandmeister Heinz-Jürgen Gottmann. Um im Notfall auch bei Stromausfällen immer einsatzbereit zu bleiben, ist die Leitstelle an eine autarke Notstromversorgung angeschlossen. Diese garantiert eine unterbrechungsfreie Stromversorgung für den Serverraum, die Digitalfunk-Werkstatt und die Disponentenplätze. Angeschlossen an die Leitstelle ist eine Fahrzeughalle, in der ein Notarzteinsatzfahrzeug sowie ein Reservefahrzeug Platz haben. Im Erdgeschoss befinden sich zudem sechs Ruheräume sowie Sanitärräume und eine Küche.

2016 hatte der Kreistag die Erweiterung der Leitstelle beschlossen. Die Kosten betragen insgesamt etwa 6,3 Millionen Euro, davon ca. 5,5 Millionen für den Neubau und 800.000 Euro für den Umbau der alten Leitstelle. Allein knapp eine Million Euro der Baukosten hat der Kreis Warendorf in die neue Leitstellentechnik investiert. Der alte Gebäudeteil wird ab Oktober, wenn die Leitstelle vollständig umgezogen ist, umgebaut. Dort werden weitere Umkleide- und Sanitärräume sowie ein Aufenthaltsraum, Küche und Büros entstehen. Im Mai 2021 soll auch das alte Gebäude im neuen Glanz erstrahlen. „Mit dieser großen Investition verbessern wir die Sicherheit der Bürgerrinnen und Bürger im Kreis“, betont Landrat Dr. Gericke.

Die Leitstellenmitarbeiter Lars Recker (1.v.l.) und Jens Holtkötter (1.v.r.) erklärten Landrat Dr. Olaf Gericke (4.v.r.) die Vorteile des Betriebsraums im neuen Erweiterungsgebäude. Mit im Bild (v.l.n.r.): Kreisdirektor Dr. Stefan Funke, Ordnungsdezernentin Petra Schreier, Hendrik Borgstedt (Leiter Amt für Hochbau- und Immobilienmanagement des Kreises), Kreisbrandmeister Heinz-Jürgen Gottmann und Michael Frerich (stellv. Leiter Kreisordnungsamt). – (Foto: Kreis Warendorf).

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