Tag der Artenvielfalt am Laurentianum

Zum Tag der Artenvielfalt besuchte Armin Püttger-Conradt am vergangenen Montag das Gymnasium Laurentianum und berichtete in drei Klassen und einem Biologiekurs der Jahrgangsstufe Q1 in Diavorträgen von seiner Arbeit.

Der studierte Biologe lebt seit mehr als 30 Jahren immer wieder in der Wildnis Afrikas, vor allem im Kongo. Dort erforschte er das Leben und Verhalten der nördlichen weißen Nashörner und gründete das Komitee zur Rettung der letzten Nashörner e. V..

Anfänglich erholten sich die Bestände an nördlichen weißen Nashörnern leicht, doch im andauernden Bürgerkrieg, der wegen seltener Erden für die Handyproduktion geführt wird, nutzten Wilderer die schwierige politische Situation und töteten immer wieder Nashörner, schnitten die Hörner ab und ließen die Kadaver liegen. In Asien werden für das Horn aus abergläubischen Gründen hohe Preise erzielt. Mittlerweile ist die Nashornart in freier Wildbahn vom Menschen komplett ausgerottet worden. Lediglich zwei weibliche Exemplare leben noch streng bewacht von Rangern in einem Naturreservat in Kenia.

Um die Art noch retten zu können wenden die Wissenschaftler um Prof. Dr. Thomas Hildebrandt vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin moderne Methoden an, um aus Eizellen der beiden noch lebenden weiblichen Tiere „Fatu“ und „Najin“ und aus eingefrorenen Hautzellen des männlichen Tieres „Sudan“ Embryonen zu erhalten. Aktuell wachsen drei heran. Diese drei Embryonen sollen von südlichen Breitmaulnashörnern ausgetragen werden und nicht von den beiden verbliebenen nördlichen weißen Nashörnern, um diese beiden letzten Exemplare zu schonen.

Die Schülerinnen und Schüler waren gleichzeitig fasziniert von der Begeisterung des Dozenten und seiner Arbeit und betroffen von der Ausrottung der Tiere. Der Förderkreis unterstützte finanziell diesen ganz anderen Tag der Artenvielfalt.

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