Terminvereinbarung im Impfzentrum kann wie geplant starten / Anschreiben an über 80-Jährige im Kreis

„Bei aller Enttäuschung gibt es auch eine gute Nachricht: die Vergabe der Impftermine kann wie geplant am 25. Januar starten.“ Das erklärte Landrat Dr. Olaf Gericke, nachdem bekannt geworden war, dass die Impfzentren in NRW erst eine Woche später mit der Arbeit beginnen können. Grund dafür sind Lieferschwierigkeiten des BioNTech/Pfizer-Impfstoffes.

Landesgesundheitsminister Laumann hat einen Brief an alle über 80-Jährigen auf den Weg gebracht, in dem er ihnen empfiehlt, einen Termin zur Impfung zu vereinbaren. Dies können die Berechtigten telefonisch unter der Rufnummer 0800 /116 117 02 oder online unter www.116117.de erledigen. Zudem weist er deutlich darauf hin, dass der Zugang zu den Impfzentren nur mit einem Termin möglich ist. Beigefügt ist außerdem ein Ablaufschema von der Terminvereinbarung bis zur zweiten Impfung.

Der Landrat und die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Kreis Warendorf unterstützen den Appell des Gesundheitsministers und geben in ihrem gemeinsamen Schreiben konkretere Informationen – von der Erreichbarkeit des Impfzentrums über erforderliche Unterlagen und die Rufnummer eines landesweiten Bürgertelefons.

„Bitte nutzen Sie die Möglichkeit und lassen Sie sich impfen! Das bietet den besten Schutz gegen eine Corona-Infektion und kann Leben retten. Sollten Sie nicht selbst zum Impfzentrum fahren können, wenden Sie sich bitte an Ihre Angehörigen oder nutzen Sie die Angebote in Ihrer Kommune“, rät Landrat Dr. Gericke eindringlich.

Außerdem bittet er um Verständnis, dass derzeit nur Personengruppen geimpft werden können, die in der Impf-Verordnung als vorrangig genannt worden sind. „Ich verstehe, dass sich viele Berufsgruppen schon jetzt impfen lassen wollen. Trotzdem müssen wir uns an die gesetzlichen Grundlagen halten. Daher bitte ich alle, die jetzt noch nicht an der Reihe sind, um Geduld“.

Von den bisher verabreichten 7.500 Erstimpfungen entfällt der größte Teil auf die 36 vollstationären Pflegeeinrichtungen im Kreis. Diese sind bereits alle zum ersten Mal geimpft worden. Die Impfquote lag bei den Bewohnerinnen und Bewohnern bei rund 90 Prozent, unter den Beschäftigten bei rund 70 Prozent. „Wir sind zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Impfungen und hoffen, zügig mit den noch nicht geimpften Pflegewohngemeinschaften und Tagespflegeeinrichtungen weitermachen zu können“, so Dr. Anna Arizzi Rusche, Leiterin des Kreisgesundheitsamtes.

Mit Sorge blickt das Gesundheitsamt unterdessen auf die inzwischen auch in Deutschland nachgewiesene Mutation des Coronavirus. Dr. Anna Arizzi Rusche appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, weiterhin besonders wachsam zu sein: „Eine strenge Einhaltung der üblichen Schutzmaßnahmen ist jetzt besonders wichtig, da wir wissen, dass diese Virusvarianten deutlich ansteckender sind. Gleichzeitig wissen wir aber auch, dass die Hygienemaßnahmen dagegen wirken. Es liegt im großen Maße an uns, sie anzuwenden und die weitere Ausbreitung der mutierten Viren zu bremsen!“ (Kreis Warendorf)

Das Impfzentrum in Ennigerloh startet am 8. Februar – eine Woche später als geplant. Grund sind Lieferschwierigkeiten des BioNTech/Pfizer-Impfstoffes. Im Bild sind Dr. Rudolf Ernst (ärztlicher Leiter des Impfzentrums), Barbara Weil (Verwaltungsleiterin des Impfzentrums) und Landrat Dr. Olaf Gericke bei der Vorstellung des Impfzentrums Mitte Dezember 2020. – Foto: Kreis Warendorf

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