„Trauernde einfühlsam und kompetent begleiten“ – Neuer Fortbildungskurs zum Trauerbegleiter/ zur Trauerbegleiterin 2021

Foto: LVHS

Lange Zeit waren Tod und Trauer Ereignisse, die man möglichst nicht zur Kenntnis nehmen wollte. Der Begriff ‘in den Stiefeln sterben’, also mitten im Alltagsgeschäft, gab dies treffend wieder. Hieran hat sich in den letzten Jahrzehnten einiges geändert, nicht zuletzt unter dem Einfluss der Hospizbewegung.

Um nun aber eine Isolierung der Hospizbewegung zu vermeiden, war es mehr und mehr sinnvoll, dass Hospize sich in der Gesellschaft vernetzen. Hierzu gehört, dass man sich auch auf die Betreuung von Hinterbliebenen konzentriert und ihnen individuelle Gespräche, Trauergruppen und Aufenthaltsmöglichkeiten in Trauercafés anbietet.

Die zunehmende Berücksichtigung der Situation Hinterbliebener führte auch dazu, dass Aus- und Fortbildung in Trauerberatung (besser als Trauerbegleitung bezeichnet) zunehmende Bedeutung gewonnen hat bis hin zur Gründung eines Bundesverbandes Trauer vor ca. 15 Jahren.

Dass es überhaupt für Trauerbegleitung einer fachlichen Kompetenz bedarf und dies nicht jeder wohlwollende Mensch und gute Freund ganz von selbst kann, beruht u.a. darauf, dass es bei der Trauerberatung auf einige Fähigkeiten ankommt, die nicht selbstverständlich sind:

  • die Balance zu finden zwischen Sich-in-den-anderen-Einfühlen und der notwendigen Distanz, um die Situation noch objektiv sehen zu können
  • die möglichen Abläufe der Trauerverarbeitung und die hierbei wirksamen Faktoren zu kennen.
  • Die Fähigkeit, sich nicht von eigenen Emotionen zu sehr leiten zu lassen. Hierher gehören Geduld, Hilfsbereitschaft ohne Bevormundung usw.

Die von der LVHS Freckenhorst angebotene Fortbildung zum Trauerbegleiter beinhaltet den Erwerb theoretischer Erkenntnisse über Trauervorgänge im Gefolge von Tod, von Angehörigen, von Scheidung, Trennung usw. Es werden Grundprinzipien des fachgerechten Umgangs mit Trauernden erworben und beratende und therapeutische Möglichkeiten bei komplizierter Trauer erarbeitet.

Hierzu gehört auch Selbsterfahrung, d.h. dass man Erkenntnisse über eigene Einstellungen und Gefühle gewinnt, so dass inadäquate Einflüsse des Beraters auf den Beratungsprozess möglichst vermieden oder zumindest kontrolliert und gesteuert werden.

Referent dieser einjährigen zertifizierten Fortbildung ist der Psychologe und Hochschullehrer em. Prof. Dr. Langenmayr aus Duisburg, der langjährige Erfahrungen besitzt in der Schulung zum Trauerbegleiter und den Bundesverband Trauerbegleitung mit begründet hat. An einzelnen Terminen wird zusätzlich als Referentin Frau Katrin Möll mitwirken, die psychologische Beraterin und ausgebildete Trauerbegleiterin ist.

Die nächste Fortbildung findet im Jahre 2021 statt und wird an insgesamt 12 Terminen angeboten immer im Zeitraum von freitags 09.30 Uhr bis samstags, 17.00 Uhr, der erste Termin ist am Freitag, 5. Februar – Samstag, 6. Februar 2021.

Wir laden herzlich ein.

Informationen bei der LVHS Tel.: 02581 9458 240 oder www.lvhs-freckenhorst.de.

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