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Ulis Tennisfreunden gelingt Pokalcoup

So richtig konnte es keiner der anwesenden 50 Zuschauer glauben. Wiedermal wuchs die Zweitvertretung der Freckenhorster Tennis-Herren über sich hinaus und gewann das Pokalspiel am Dienstagabend in Rheda mit 1:2, was gleichzeitig auch den Achtelfinaleinzug im WTV-Pokal bedeutete.

Dabei gab es erneut weit vor dem Aufschlag eine Reihe von Hiobsbotschaften, die die junge Tennistruppe verkraften musste. Nach einem Freilos in Runde 1 trat das vierköpfige Spieltagsaufgebot mit einem Rumpfkader die Reise in die Tönnies-Hochburg Rheda an. Eine Reihe des Starensembles fiel verletzt aus oder war für das 2. Rundenmatch beruflich verhindert.

Teammanager Haarmann, gezeichnet von einer Sehnenscheidenentzündung, bewies trotz der vorherrschenden Umstände ein glückliches Händchen und stellte die Mannschaft perfekt auf die quirligen Rhederaner ein. “Das Doppel hatte ich aber ehrlich gesagt schon vor Aufschlag abgeschrieben, da half auch das kurzfristige anberaumte Intensiv-Trainingslager in Willingen von Veit Middendorf nichts mehr”, erklärte Haarmann offen und ehrlich. Mit 0:6, 0:6 wurde Middendorf mit seinem Doppelpartner André Simon nach einer knappen halben Stunde Spielzeit unter die Dusche geschickt. Besser machte es die aktuelle Entdeckung der Saison, Moritz Wehmschulte in seinem Einzelmatch. Er gewann sein Spiel souverän in zwei Sätzen (3:6, 0:6) und sorgte so für den umjubelten Ausgleich.

Für das letzte Einzelspiel des Tages war somit alles wieder offen und die Mannschaft der Stunde hatte noch ein Ass im Ärmel. Simon Lins, früheres Tennistalent und aktueller Spieler der 1. TUS-Herren, war mitangereist, rang seinen Kontrahenten in einem atemberaubenden 3-Satz-Spiel (7:6, 6:7, 7:10) nieder und machte das Weiterkommen klar. „Gott sein Dank mussten wir nicht ins Elfmeterschießen“, scherzte Lins nach Spielende des Pokalkrachers sichtlich erleichtert.

Nun wartet im Achtelfinale (16.08.) des Generali-WTV-Vereinspokals die andere Hälfte der gebeutelten Stadt Rheda-Wiedenbrück. Gerüchte über ein bereits vor Spielschluss gecharterten Reisebus für das Achtelfinale von der Firma Bils für Fans und Familie wollte Moritz Wehmschulte nicht kommentieren. „Wir schauen von Spiel zu Spiel und genießen den Moment. Aber ein Double direkt nach Mannschaftsgründung wäre schon eine recht feine Geschichte“, verkündete er mit einem Lächeln.

Foto: Ulis Tennisfreunde